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Hier flossen Tränen, Stofftaschentücher wurden winkend geschwenkt. Tausende Menschen strömten damals aus der Stadt, um beim Spektakel an der Columbuskaje dabei zu sein, wenn Passagierschiffe mit Auswanderern nach Übersee ablegten: 1927 wurde der Columbusbahnhof eröffnet, um die Schiffe abzufertigen. Von ihm steht heute noch der später erbaute mittlere Trakt aus den 1960er-Jahren.
Der Ocean Park Bremerhaven war ursprünglich als Schwester-Park zum Space Park Bremen konzipiert worden. Er sollte das erste deutsche Erlebnis-Innenstadtquartier werden, in dem den Besuchern die Tiefsee-Forschung sowie Fauna und Flora der Ozeane auf erlebnisreiche Weise erläutert werden sollten.
Das ursprüngliche Gesamtkonzept für die neuartige freizeit-orientierte Bebauung des 60-Hektar-Innenstadt-Areals mit einem Investitionsvolumen von etwa 600 Millionen Euro wurde allerdings aufgrund politischer Hemmnisse und wachsenden Widerstands durch die Bürgerinitiative „Ocean Park – nein danke“ niemals realisiert, sondern stillschweigend mit Insolvenz der Köllmann AG (2003) eingestellt.
In Bremerhaven mischen Meer, Hafen und Stadt Klangwelten: das Klacken von Containern, das Stampfen von Kähnen, das Kreischen der Möwen und das Brummen von Offshore-Booten. Wind von der Nordsee trägt Rauschen und das Echo der Hafenanlagen; zwischendurch rufen Hafenarbeiter, klappern Scharniere, oder das Oberlicht im Museum. All das ergibt eine stille, pulsierende Melodie der Stadt.