1. Gründung Bremerhaven
Wieso wurde Bremerhaven gegründet?
Schon seit 120.000 Jahren leben Menschen hier in der Region. (Dazu finden Sie im hinteren Endes des Gebäudes eine eigene Abteilung). Erste Dörfer entstanden im Mittelalter. Dort, wo heute die Hochschule steht, stand im 17. Jahrhundert die Carlsburg, die die Schweden errichtet hatten. Auf der bemalten halbrunden Kugel sehen sie die Lage der Dörfer und Gemeinden um 1700.
Durch die Versandung der Weser konnten seit dem 17. Jahrhundert Schiffe nur noch sehr schwer zu den Häfen in Bremen fahren. Daher nutzten sie den Oldenburger Hafen in Brake auf der anderen Weserseite. Allerdings mussten die Bremer dafür hohe Zölle bezahlen und der Hansestadt entgingen wichtige Einnahmen. Bereits 1778 gab es Gerüchte, dass Bremen bei Lehe einen Hafen bauen wollte. (Auf der Karte an der Wand erkennen Sie die gelb gefärbten Sandbänke der Weser).
Erst im Jahr 1825 erweckte der Bremer Bürgermeister Johann Smidt diese Idee eines neuen Hafens wieder, weil die Oldenburger Zölle ein riesiges Problem für die Stadt waren. Sein Ziel war es, einen Hafen nördlich von Bremen zu bauen, wo die Weser noch nicht versandet war. Daher verhandelte er mit dem Königreich Hannover. Am 11. Januar 1827 verkaufte - Hannover 88,7 Hektar Land im Bereich der ehemaligen Carlsburg an Bremen.
Danach beauftragte Bürgermeister Smidt (die sitzende weiße Figur am Schreibtisch) den niederländischen Wasserbauingenieur Jacobus Johannes van Ronzelen (dargestellt durch die stehende Figur) mit dem Bau des Hafens. Der Bau begann auch im selben Jahr und dauerte nur drei Jahre. 900 Arbeiter, vor allem aus den Niederlanden, waren dort beschäftigt. Sie hatten keinerlei Maschinen und mussten alles mühsam in Handarbeit erledigen. In dem Diorama links erhalten Sie einen Eindruck von den Arbeiten. 1830 wurde dann der Hafen eröffnet.
Übrigens war das Frachtsegelschiff „DRAPER“ das erste Schiff, das in den noch nicht ganz fertiggestellten Hafen gefahren ist. In der Vitrine ist ein aufwendig gearbeitetes Modell zu sehen.