Arbeitsjacke
Die ehemals weiße, mit schwarzen Flecken überzogene Arbeitsjacke verrät nicht, was sie besonders und im städtischen Museum erhaltenswert macht. Erst mit ihrer Geschichte ist zu verstehen, warum sie in die Sammlung Eingang gefunden hat. Die Jacke gelangte 1994 in unsere Sammlung und gehörte einem Schweißer bei Geeste-Metallbau (GMB). Bei der Fusion der Schichau-Unterweserwerft (SUAG) mit der Seebeckwerft, wurde 1988 die Neubaufertigung vollständig auf das Seeback-Gelände in Geestemünde verlegt. Auf dem Gelände der ehemaligen Unterweserwerft gründete sich als Auskopplung die GMB, bis zu ihrer Schließung im Zuge der Werftenkrise 1998 noch einzelne Schiffssektionen baute und Arbeitsstätte für bis zu 300 Personen war.
In der Sammlung zeugt die Jacke somit vom Alltag im letzten Werftbetrieb an der Geeste und steht für den Strukturwandel im Schiffbau, der Bremerhaven maßgeblich prägte.