Vom Klang einer Stadt
Auf dem Weg zum Bremerhavener Stadtjubiläum
kombiniert die Ausstellung „Ausatmen in Bremerhaven“ un.erhört-Konzepte der letzten 25 Jahre, die sich dem Klangraum Bremerhavens auf künstlerische Weise nähern.
Das Stadtbad Mitte war 2001 der Spielort für die Installation „Digital Didgeridoo“. Über 200 Meter Rohre wurden zu resonierenden Klangskulpturen zusammengefügt, die den Klangfeldern von Weddewarden über das Container Terminal bis zur Schiffdorfer Stauschleuse ihre eigene Modulation beifügten.
„Frühling unterm Eis“ (2020) wurde für den Bremer Pavillion auf der Expo „30 Jahre Deutsche Einheit“ in Potsdam entwickelt und entführt in einen Unterwasserdom der PALAOA Forschungsstation des AWI in der Antarktis.
„Sail City Winds“ beschäftigt sich mit der klingenden Seite der Architektur des Sail City, das optisch Bremerhavens größte Windharfe auf dem Dach installiert hat. Seit November 2025 hören wir in das Gebäude hinein und erkunden seinen Klang.
Für die Kunstaktion „Blow Up“ (2021) wurden Glasdias von Bremerhavener Künstlern handbemalt. Per Großprojektion überzogen die geschaffenen Kunstwerke temporär Bremerhavener Gebäude mit einer zweiten Haut.
Entspannt eintauchen im „Space Bremerhaven“ lässt es sich während der Öffnungszeiten im Historischen Museum.
Zur Eröffnung am 12. Februar 2026 liest der Leipziger Schriftsteller Radio Monk aus dem Manuskript von „Lass gegen Windmühlen reiten“, das anlässlich der „Sail City Winds“ über die beschwerliche Reise des Don Q. nach Bremerhaven berichtet.
Die Installation im Historischen Museum entsteht in Zusammenarbeit mit Robert Worden, Spiritus Rector des Bremerhavener Artspace.
Worden schafft mit einer Lichtinstallation Wege und Gassen durch die raumgreifenden Klangobjekte, die zu einem Wandeln im Soundspace einladen. Für die Musik ist der Bremerhavener Soundaktivist Jens Carstensen verantwortlich. Die Klang-Objekte entstehen in Zusammenarbeit mit Kai Zeller, der auch die ausgestellten Windharfen entworfen hat. Die Kunstaktion "Blow Up" wurde von Susanne Carstensen fotografisch dokumentiert und ergänzt die Illumination der Ausstellung.
Das Projekt wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Bremerhaven.
Eine Veranstaltung von un.erhört – Verein für Neue Musik e.V.
Susanne Carstensen (Foto), Jens Carstensen (Sound), Robert Worden (Licht), Kai Zeller (Windharfen)