Rechenmaschine Archimedes

Rechenmaschine „Archimedes B“

Hersteller*in: Glashütter Rechenmaschinenfabrik „Archimedes“ Inhaber Reinhold Pöthig, Glashütte
Datierung: um 1911
HMB 91/529

Bereits im 17. Jahrhundert wurden erste Rechenmaschinen gebaut. Sie lieferten häufig jedoch noch keine genauen Ergebnisse. Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) gelang es, durch den Einbau von neuen Elementen (Staffelwalze und verstellbarer Schlitten) eine funktionsfähige Rechenmaschine zu entwickeln.

Auf diesem Prinzip beruht auch die „Archimedes“ der gleichnamigen Fabrik in Glashütte, die ab 1906 unter diesem Namen eine Rechenmaschine konzipierte und bis 1960 in diversen Modellen weiterentwickelte. Als Vierspeziesmaschine ermöglicht diese „Archimedes“ alle vier Grundrechenarten und eine Zehnerübertragung. Möchte man mehrere Zahlen addieren, stellt man die Zahlen mit den Schiebeknöpfen in der Mitte ein. Nach jeder Zahl muss die Kurbel rechts unten gedreht werden. Das Ergebnis erscheint oben im Resultatwerk. Bei der Multiplikation dreht man die Kurbel so oft, wie man die eingegebene Zahl multiplizieren möchte. Die Entwicklung elektronischer Tisch- und Taschenrechner führte in den 1960er Jahren zum Ende der Ära der mechanischen Rechenmaschinen.

Die Rechenmaschine befindet sich im Museumsmagazin.

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