Pressearchiv 2020

17Apr 2020

Ein neues Gebäude und eine neue Generation

Im Juni 1908 zogen die Geschäftsräume von „Pundt & Kohn“ von der Borriesstraße 6 in ein neues Gebäude in der Kanalstraße 1 um. Das Bürogebäude an der Ecke zur Schönianstraße war über einen großzügigen Garten mit dem Wohnhaus von Unternehmer Franz Kohn verbunden und lag damit ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Betriebsanlagen am Querkanal. Auf einer Fotografie seines Enkels Franz Kohnert ist ein Teil des Gartens, der auch zahlreiche exotische Pflanzen beherbergte, zu sehen. Nachdem Franz Kohn im Frühjahr 1909 überraschend verstarb, übernahm seine Frau Johanna die Geschäftsleitung. Ihre Söhne Gerhard und Hans Kohn traten nach und nach, unterbrochen vom Militärdienst während des Ersten Weltkriegs, in das Familienunternehmen ein. Dabei wohnten sie zeitweise auch im Bürogebäude von „Pundt & Kohn“, in dem sich zusätzliche Wohnräume befanden.

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15Apr 2020

Ein Geestemünder Unternehmer

Der wirtschaftliche Aufstieg von Geestemünde im 19. Jahrhundert war eng mit den Namen erfolgreicher Unternehmer verbunden, die sich auch politisch und sozial engagierten und eng miteinander vernetzt waren. Einer dieser Unternehmer war der 1857 geborene Holzhändler und Fabrikant Franz Kohn. In den vorherigen Beiträgen ging es bereits um seinen wirtschaftlichen Erfolg und sein politisches Engagement. Doch Kohn war darüber hinaus in vielen weiteren Institutionen tätig. Wie viele seiner Kollegen betätigte er sich als Reeder. Gemeinsam mit Johann Stadtlander bereederte er die beiden Dampffrachtschiffe „NORD“ und „OST“. Die „NORD“ war 1889 auf der berühmten Tecklenborg-Werft in Geestemünde gebaut worden und lieferte Holz für „Pundt & Kohn“ aus dem Ostseegebiet.

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06Apr 2020

Senator Franz Kohn

In der heutigen Klußmannstraße wurde 1894 ein ganz besonderes Gebäude fertiggestellt. Die wachsende Gemeinde Geestemünde, die sich 1889 mit Geestendorf zusammengeschlossen hatte, ließ von dem Architekten Hubert Stier in der damaligen Bahnhofsallee ein repräsentatives Rathaus bauen. Der rote Backsteinbau war im historistischen Stil gehalten und bestach durch eine auffällige Dachgestaltung mit Türmen und Treppengiebeln. Im neuen Rathausgebäude waren die Büros des Bürgermeisters, des Magistrats und der Bürgervorsteher untergebracht.

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02Apr 2020

Vom Holzhändler zum Fabrikanten

Der Holzhandel in Geestemünde war Ende des 19. Jahrhunderts fest in der Hand von Unternehmen wie „Pundt & Kohn“ oder „Chr. Külken“. Doch für den langfristigen Erfolg schien es wichtig zu sein, auch die Verarbeitung der importierten Hölzer zu bestimmen. Ohne eigene Holzfabriken waren Franz Kohn und seine Kollegen darauf angewiesen, Schnitthölzer zu importieren oder in kleineren Hobelwerken herstellen zu lassen. Das war bei der wachsenden Nachfrage aber nicht mehr profitabel. Also entschied sich Franz Kohn 1890 dazu, ein eigenes Säge- und Hobelwerk zu eröffnen. Gemeinsam mit dem Kaufmann Johannes D. Backhaus gründete er die „Geestemünder Holzindustriewerke Backhaus & Co.“ am Kopf des Querkanals. Mit diesem entscheidenden Schritt sicherte sich „Pundt & Kohn“ die Unabhängigkeit gegenüber Bremerhavener und Bremer Betrieben. Rund 30 bis 50 Mitarbeiter veredelten in der Holzfabrik das importierte Holz und stellten Leisten und Dielen her. Bekannt wurde das Werk auch durch die Produktion von Rundstäben.

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02Apr 2020

Eine Villa in der Borriesstraße

In einem Stadtführer von 1913 wird die von Linden gesäumte Borriesstraße als „schönste und vornehmste Straße von Geestemünde“ bezeichnet. In der belebten Geschäftsstraße standen besonders repräsentative Gebäude wie das Riedemannsche Palais, die Geestemünder Bank oder das Landratsamt. Zu den aufstrebenden Geestemünder Unternehmer/-innen, die sich in der Borriesstraße niederließen, zählte auch der Sohn von Kapitän Kohn. Franz Kohn führte seit 1880 die erfolgreiche Holzhandlung „Pundt & Kohn“. 1885 kaufte er ein Grundstück neben der Geestemünder Bank, auf dem er ein neues Wohn- und Geschäftshaus  errichten ließ. Eine Bauzeichnung von Christian Ludwig zeigt die aufwendige Fassade zur Straßenseite hin. Das Original wird im Stadtarchiv verwahrt. Die Villa wurde auf Sandpfählen errichtet, die den lockeren Baugrund stabilisierten, und an der rechten Seite entstand ein markanter quadratischer Turm mit Fahnenmast.

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01Apr 2020

Blick auf Geestemünde um 1891

Wie sah Geestemünde Ende des 19. Jahrhunderts aus? Neben Fotografien von Straßen und Gebäuden geben Stadtpläne spannende Einblicke in vergangene Zeiten. Ein besonders schönes Exemplar ist in der Sonderausstellung „Kapitäne und Holzfabrikanten“ zu sehen. Die Lithographie von H. Gier aus dem Jahr 1891 zeigt den Hafenort Geestemünde mit seinen öffentlichen Einrichtungen und wichtigen wirtschaftlichen Betrieben. Gut zu erkennen sind die Hafenanlagen, die den Ort ab 1863 prägten.

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28Mrz 2020

Rebecca Kohn – die Frau hinter Kapitän Kohn

Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau. Das trifft auch auf Kapitän Kohn und seine Ehefrau Maria Rebecca zu. Ein Gemälde in der Sonderausstellung „Kapitäne und Holzfabrikanten“, eine Leihgabe des Deutschen Schifffahrtsmuseums, zeigt sie in der Zeit um 1855. Die Tochter des Gastwirts Wilken Riedemann und seiner Frau Elisabetha kam im Juni 1828 in Bremen zur Welt. Wie genau ihre Kindheit und Schulbildung aussah, ist nicht überliefert.

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26Mrz 2020

Holzumschlag am Geesteufer 1860

In den aufstrebenden Orten Bremerhaven und Geestemünde war Mitte des 19. Jahrhunderts der Bedarf an Holz sehr groß. Es wurde für den Bau der Häfen, in den Schiffbaubetrieben, für neue Gebäude und natürlich auch für die Möbel darin gebraucht. Die waldarme Küstenregion lieferte aber nicht mehr die nötigen Mengen, weshalb Holz importiert werden musste.

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24Mrz 2020

Kostenloser Lieferservice

Ausstellung kommt nach Hause

Wie alle anderen Museen auch, bleibt das Historische Museum Bremerhaven wegen der Corona-Pandemie vorerst geschlossen. Da möglichst viele Menschen zu Hause bleiben sollen, kommt das Museum jetzt wenigstens virtuell dorthin: auf facebook und auf der Website des Museums (wwww.historisches-museum-bremerhaven.de). Weiterlesen

24Mrz 2020

Schiffsporträt der Brigg „JOHANN“

Die Sonderausstellung „Kapitäne und Holzfabrikanten. Die Geestemünder Unternehmerfamilie Kohn 1830–1967“ zeigt die Geschichte einer erfolgreichen Holzfirma und ihrer Inhaber/-innen, aber auch ein spannendes Kapitel der Geestemünder Stadtgeschichte. Franz Johann Syabbe Kohn (1828–1877), der die Firma „Pundt & Kohn“ gründete, verbrachte seine Kindheit zunächst im kurz vor seiner Geburt gegründeten Bremerhaven. Dort arbeitete sein Vater als Hafenlotse und später als Kapitän, bevor er auf der Ostsee verschollen blieb. Trotzdem zog es auch den jungen Franz J. S. Kohn zur Seefahrt. Mit finanzieller Unterstützung seines Stiefvaters legte er sein Examen an der Steuermann-Schule in Bremen ab und fuhr schon mit 22 Jahren als Kapitän zur See. Wie für einen Bremerhavener Kapitän nicht anders zu erwarten wäre, fuhr er Auswanderer nach Nordamerika. Diese Fahrten dauerten Mitte des 19. Jahrhunderts noch sechs bis acht Wochen. Bei ungünstigen Wetterbedingungen konnten die Reisen auch deutlich länger andauern.

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16Mrz 2020

Corona-Virus Vorsichtsmaßnahmen

Keine Veranstaltungen im HMB

Wegen des Corona-Virus fallen alle Veranstaltungen im Historischen Museum Bremerhaven vorerst bis zum 26. März aus. Dies betrifft das heutige Kammerkonzert, aber auch alle Führungen, Kindergeburtstage und museumspädagogischen Programme. Das Museum bleibt zunächst geöffnet (Di – So 10–17 Uhr). Weiterlesen

05Mrz 2020

Der Frühling naht …

3. Kammerkonzert am 16. März 2020 im Historischen Museum Bremerhaven

Mit Ludwig van Beethovens (1770 – 1827) „Frühlingssonate“ beginnt das 3. Kammerkonzert der Saison 2019/2020 des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven. Schon im ersten Satz schaffen die ersten Takte der singenden Violine über der murmelnden Klavierbegleitung eine leichte Atmosphäre, die auch in den weiteren Sätzen spürbar bleibt. Beethoven hat diese Sonate seinem Freund und Förderer Graf Moritz von Fries gewidmet, der ein begabter Geiger war und diese Sonate selbst in seinem Salon vor erlesenem Publikum aufführen konnte. Weiterlesen

05Mrz 2020

Als die Schweden in Bremerhaven eine Festung bauten

ExtraTour im Historischen Museum Bremerhaven am 15. März 2020

Am Sonntag, den 15. März 2020 um 15.00 Uhr begeben sich die Besucher/-innen des Historischen Museums Bremerhaven auf eine spannende Zeitreise in das 17. Jahrhundert. Bei der ExtraTour „Die Schweden in Bremerhaven – Zur Geschichte der Carlsburg“ wird Hedi Sonnenberg, langjährige freie Mitarbeiterin des Museums, erläutern, warum das Gebiet an der Geeste einmal Teil des schwedischen Königreichs war. Weiterlesen

02Mrz 2020

Winterarbeiten liegen im Zeitplan

Museumsschiff FMS „GERA“ erhält neue Decksversiegelung

Seit vier Monaten ist das Achterdeck der „GERA“ im Schaufenster Fischereihafen unter einem großen Zelt verschwunden. Im Schutz wetterfester Planen werden hier sensible Arbeiten durchgeführt, die keiner Nässe ausgesetzt werden dürfen. Wie in jedem Winterhalbjahr nutzt das Historische Museum Bremerhaven die Winterpause, um wichtige Instandhaltungsarbeiten am letzten deutschen Seitentrawler durchzuführen. Weiterlesen

26Feb 2020

Bewegte Zeiten – Frauen in der Geschichte Bremerhavens

ExtraTour am 5. März 2020 zur Frauenwoche in Bremerhaven

Rund um den Internationalen Frauentag finden in Bremerhaven zahlreiche Veranstaltungen statt. Das Historische Museum Bremerhaven bietet aus diesem Anlass am Donnerstag, den 5. März 2020 um 15.30 Uhr eine ExtraTour an. Der Rundgang zum Thema „Bewegte Zeiten – Frauen in der Geschichte Bremerhavens“ richtet sich an alle, die erfahren möchten, wie Frauen früher in der Seestadt lebten. Weiterlesen