Pressearchiv 2020

18Jan 2021

Schau-Fenster-Präsentation und neue Kunstpostkarten-Reihe

Historisches Museum präsentiert neue Angebote zur Sonderausstellung „Christian Mühlner. Exakte Phantasien“

Die aktuelle Sonderausstellung „Christian Mühlner. Exakte Phantasien“ des Historischen Museum Bremerhaven ist coronabedingt leider weiterhin für Besucher*innen nicht zugänglich. Interessierten bietet sich nun die Gelegenheit, exklusive Werke von Christian Mühlner (1916-2008), die nicht in der Sonderausstellung zu sehen sein werden, in einer Schau-Fenster-Präsentation im Museumsfoyer von außen zu betrachten.

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24Dez 2020

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Hinter unseren coronabedingt geschlossenen Türen warten bereits zwei neue Sonderausstellungen. Zahlreiche Ideen für das kommende Jahr stehen in den Startlöchern und wir hoffen, bald wieder für unsere Besucherinnen und Besucher öffnen zu können.

Vorerst lohnt es sich, beim Spaziergang nach dem Weihnachtsessen einen Abstecher an die Geeste zu machen und unseren leuchtenden Weihnachtsbaum und das Spielzeug aus unserer Sammlung in unserem Foyer zu bestaunen.

Mit diesem letzten Türchen wünschen wir, das Team des Historischen Museums Bremerhaven, Ihnen allen schöne und friedliche Feiertage!

Gruppenfoto Frohes Fest

Fotos & Bearbeitung: Astrid Ottens

23Dez 2020

Lametta Verpackung„Früher war mehr Lametta!“ – dieses Zitat stammt aus dem bekannten Loriot-Sketch „Weihnachten bei Hoppenstedts“. Was Opa Hoppenstedt schon 1976 beklagte, ist Wirklichkeit geworden. Kaum ein Weihnachtsbaum wird heute noch mit den dünnen Streifen, die an Eiszapfen am Tannenbaum erinnern, geschmückt. Das mag auch an der schlechten Umweltverträglichkeit liegen. Nach dem Fest wird das Lametta meist entsorgt. Während Lametta heute aus metallisiertem Kunststoff besteht, wurde es früher aus Stanniol gefertigt. Stanniol besteht hauptsächlich aus Zinn, hatte aber auch Anteile aus Blei, um dem Lametta eine gewisse Schwere zu verleihen, damit es am Baum besser herabhing. Stanniol-Lametta, wie „Das echte Stanniol Lametta“ aus unserer Museumssammlung, ließ sich nach den Festtagen zwischen Butterbrotpapier aufbügeln und konnte so jahrelang wiederverwendet werden. Im Jahr 2015 stellte der letzte deutsche Hersteller aufgrund der geringen Nachfrage die Lametta-Produktion ein. Der kitschige Baumschmuck bleibt für viele also wohl nur noch eine schöne Kindheitserinnerung.

Foto: Maja Dreyer

22Dez 2020

Der Schmortopf: Erst seit kurzem Teil unserer Sammlung, handelt es sich bei dem Kochgeschirr um ein echtes Bremerhavener Original. 1949 erwarben die Schwiegereltern der Stifterin ein Haus samt Grundstück in der Wiesenstraße innerhalb der gerade entstehenden Wohnsiedlung „Am Bürgerpark“. Der Topf gehörte zum neu angeschafften Hausrat der Familie. Unsere Stifterin erbte den Schmortopf und bereitete selbst noch bis zu diesem Jahr Speisen darin zu. „Der Topf will nun nicht mehr, er „enthäutet“ sich“, erklärte sie bei der Übergabe mit einem Augenzwinkern. Wir finden, nach fast 70 Jahren Nutzung hat er den Ruhestand mehr als verdient!

Für alle, die einen Schmortopf zu Hause haben, hier ein deftiges Rezept aus der privaten Kochrezepte-Sammlung unserer Stifterin:

Rindfleisch mit Kürbis

Zutaten: 1,5 kg Rinderschmorbraten, 6 Esslöffel Öl, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 250 g Zwiebeln, 2 Lorbeerblätter, 1/8 l weißer Wermut, 1/4 l Brühe (Instant), 1 Glas Kürbis (Einwaage 220 g), 1/2 Teelöffel Stärkepuder, 1 unbehandelte Zitrone, 2 Esslöffel Créme fraîche.

Das Fleisch mit Küchenkrepp abtupfen. In heißem Öl von allen Seiten kräftig anbraten. Salzen und pfeffern. Zwiebeln abziehen und vierteln. Mit den Lorbeerblättern zum Fleisch geben und mitbräunen. Wermut und Brühe zugießen. Im geschlossenen Topf etwa 90 Minuten schmoren. Kürbis abtropfen lassen. Das Fleisch herausnehmen und warm stellen. Den Schmorfond im offenen Topf auf großer Hitze um die Hälfte einkochen lassen. Mit angerührtem Stärkepuder binden. Kürbisstücke in die Soße geben. Einmal aufkochen lassen. Die Soße mit Kürbisflüssigkeit, Pfeffer und abgeriebener Zitronenschale würzen. Zuletzt Créme fraîche  unterziehen. (2 Stunden)

Beilagen: Kartoffelklöße und Salat

Das Rezept eignet sich für sechs Personen (Beilagen nicht mitgerechnet)

Quelle: Brigitte Magazin

Foto: Astrid Ottens

21Dez 2020

Bgm-Smidt-StrasseDiese winterliche Ansicht der Bürgermeister-Smidt-Straße stammt aus dem Jahre 1931. Gut zu erkennen ist der hell erleuchtete Weihnachtsbaum auf dem Vorplatz der Großen Kirche. Das Foto stammt aus der privaten Sammlung des Lokalhistorikers Helmut Meenzen (1926-2010). Erhalten ist ein sehr ausführlicher Kommentar Meenzens zu den damals in der Straße angesiedelten Geschäften, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen:

„Auf dem Bild von rechts das Kaufhaus Schocken, weiter nach links Radio Eidner, daneben das Hansa-Theater, das bereits 1907 als das erste Kinematographentheater in Bremerhaven eröffnet wurde. Später hieß das Kino Hansa-Kammerspiele. Wir Kinder nannten es respektlos Hansa-Flohkiste. In den zwanziger Jahren war der Eigentümer Max Kroker. Hier im Haus auch die Praxis Dr. A. Zimmermann, prakt. Zahnarzt, sowie die Geschäftsräume des Juweliers Castedello. Weiter im nächsten Haus Fischfeinkost v. Lien und eine Filiale der Wesermünder Neuste Nachrichten. Hier hatte auch die Spedition H. v. Riegen ihre Geschäftsräume und F. Lücke seine Schuhmacherwerkstatt. Im Eckhaus an der Kirchenstraße dann das Teppichhaus Rabach & Söhne, später das Konfektionsgeschäft Schnittjer. Man erkennt über die Kirchenstraße gehend das umgebaute Eckhaus mit dem Bettenhaus Bentge & Schuhmacher und das Tapetenhaus Hermann Kirchhoff. In der ersten Etage war die Firma Warrings in der zweiten das Hanseaten-Cafe.“

Foto: Helmut Meenzen (Historisches Museum Bremerhaven)

20Dez 2020

Adventsgesteck HMBMystisch tauchen sie aus dem Wasserlauf, tummeln sich am Ufer und schauen uns an: Die „Wasserwesen“ zieren unseren Museumsinnenhof bereits seit 1994. Die elf Skulpturen aus Untersberger Marmor sind das Werk der Bildhauerklasse des Worpsweder Künstlers Bernd Altenstein, die im Rahmen der damaligen Ausstellung „Kunst an der Kante“ entstanden. Als dauerhafte Installation warten die „Wasserwesen“ noch immer hier – und erstrahlen heute im Kerzenschein unseres wandernden Adventsgestecks. Wir wünschen einen schönen 4. Advent!

Foto: Marie Scheffler & Astrid Ottens