Galerieausstellung 16.11.2018 – 5.10.2019

Bremerhaven übt seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine magische Anziehungskraft auf Malerinnen und Maler aus. Die Lage der Hafenstadt an zwei Flüssen, die Nähe zur Nordsee, Schiffe in den Häfen, Werften, spiegelnde Wasserflächen und ziehende Wolken sind Motive, die nicht nur einheimische, sondern auch auswärtige  Künstlerinnen und Künstler zu  zahlreichen Werken inspirierten.

Die Kunstsammlung des Historischen Museums Bremerhaven umfasst rund 4000 Gemälde, Zeichnungen und künstlerische Grafiken. Maritime Motive aus Bremerhaven sind darin besonders oft vertreten. Aus diesem Fundus wurden exemplarisch Gemälde von 20 Malerinnen und Malern aus einem Zeitraum von rund 100 Jahren ausgewählt. Das älteste Gemälde stammt von Carl Justus Fedeler, der 1894 Bremerhaven von der Weser aus malte. Das jüngste Bild entstand 1989/90 von Ronald Franke und zeigt die Überseehäfen mit der Lloyd Werft.

 

Zu den in Bremerhaven geborenen Künstlerinnen und Künstlern zählen beispielsweise Sophie Wencke, Paul Ernst Wilke oder Paul Kunze. Zu Studienzwecken hielten sich unter anderen die auswärtigen Künstler Lucidus Diefenbach, Barthel Gilles oder Willi Ohler in Bremerhaven und Umgebung auf. Die in der Ausstellung vertretenen Malstile sind außerordentlich vielfältig. Sie reichen vom Naturalismus über den Impressionismus und Expressionismus bis hin zur Neuen Sachlichkeit mit surrealen Anklängen. Die  überwiegende Zahl der Malerinnen und Maler verfügte über eine akademische Ausbildung, nur wenige waren Autodidakten.

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