Revolution und Pogrom – 9. November 1918/38 an der Unterweser

ExtraTourSpezial am 9. November 2018 Historischen Museum Bremerhaven

Der 9. November zählt zu den historisch wichtigsten Tagen in der deutschen Geschichte. In diesem Jahr jährt sich die Revolution von 1918 am Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal und die „Reichskristallnacht“ von 1938 zum 80. Mal. Aus diesem Anlass bietet das Historische Museum Bremerhaven am Freitag, den 9. November 2018 um 15.30 Uhr eine ExtraTourSpezial zum Thema „Revolution und Pogrom – 9. November 1918/38 an der Unterweser“ an.

Martina Otto erläutert den Teilnehmer/-innen zunächst den Ablauf der Revolution 1918, der mit der Gehorsamsverweigerung der Marinemannschaften am 6. November 1918 in Bremerhaven begann. Bei den revolutionären Unruhen der nächsten Tage wurde auch das im Museum ausgestellte Gemälde von Kaiser Wilhelm II., das sich damals im Amtsgericht Lehe befand, mit einer Hieb- oder Stichwaffe beschädigt.

Im Anschluss daran wird die Vorgeschichte und der Ablauf der „Reichskristallnacht“ in Bremerhaven und Wesermünde erklärt. Sinnbildlich für die Zerstörung von jüdischen Geschäften und religiösen Stätten steht das Modell der Geestemünder Synagoge in der Schulstraße, die in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 niedergebrannt wurde. Fotos zeigen die Schändung des jüdischen Friedhofs in Lehe.

Die Führung ist Teil der Novemberveranstaltungen des Bündnisses „Mut gegen Gewalt“. Treffpunkt ist das Museumsfoyer. Die Teilnahmegebühr beträgt 3 Euro.

Für die Medien:
Das Foto im Anhang zeigt eine Inszenierung in der Dauerausstellung, bei der ein Matrosen- und ein Arbeiterrat mit roter Fahne dem Geestemünder Bürgermeister Dr. Walter Delius die Kutschentür öffnen.
(Foto: Historisches Museum Bremerhaven)

Stand: 01.11.2018

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