Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Hinter unseren coronabedingt geschlossenen Türen warten bereits zwei neue Sonderausstellungen. Zahlreiche Ideen für das kommende Jahr stehen in den Startlöchern und wir hoffen, bald wieder für unsere Besucherinnen und Besucher öffnen zu können.

Vorerst lohnt es sich, beim Spaziergang nach dem Weihnachtsessen einen Abstecher an die Geeste zu machen und unseren leuchtenden Weihnachtsbaum und das Spielzeug aus unserer Sammlung in unserem Foyer zu bestaunen.

Mit diesem letzten Türchen wünschen wir, das Team des Historischen Museums Bremerhaven, Ihnen allen schöne und friedliche Feiertage!

Gruppenfoto Frohes Fest

Fotos & Bearbeitung: Astrid Ottens

Lametta Verpackung„Früher war mehr Lametta!“ – dieses Zitat stammt aus dem bekannten Loriot-Sketch „Weihnachten bei Hoppenstedts“. Was Opa Hoppenstedt schon 1976 beklagte, ist Wirklichkeit geworden. Kaum ein Weihnachtsbaum wird heute noch mit den dünnen Streifen, die an Eiszapfen am Tannenbaum erinnern, geschmückt. Das mag auch an der schlechten Umweltverträglichkeit liegen. Nach dem Fest wird das Lametta meist entsorgt. Während Lametta heute aus metallisiertem Kunststoff besteht, wurde es früher aus Stanniol gefertigt. Stanniol besteht hauptsächlich aus Zinn, hatte aber auch Anteile aus Blei, um dem Lametta eine gewisse Schwere zu verleihen, damit es am Baum besser herabhing. Stanniol-Lametta, wie „Das echte Stanniol Lametta“ aus unserer Museumssammlung, ließ sich nach den Festtagen zwischen Butterbrotpapier aufbügeln und konnte so jahrelang wiederverwendet werden. Im Jahr 2015 stellte der letzte deutsche Hersteller aufgrund der geringen Nachfrage die Lametta-Produktion ein. Der kitschige Baumschmuck bleibt für viele also wohl nur noch eine schöne Kindheitserinnerung.

Foto: Maja Dreyer

Der Schmortopf: Erst seit kurzem Teil unserer Sammlung, handelt es sich bei dem Kochgeschirr um ein echtes Bremerhavener Original. 1949 erwarben die Schwiegereltern der Stifterin ein Haus samt Grundstück in der Wiesenstraße innerhalb der gerade entstehenden Wohnsiedlung „Am Bürgerpark“. Der Topf gehörte zum neu angeschafften Hausrat der Familie. Unsere Stifterin erbte den Schmortopf und bereitete selbst noch bis zu diesem Jahr Speisen darin zu. „Der Topf will nun nicht mehr, er „enthäutet“ sich“, erklärte sie bei der Übergabe mit einem Augenzwinkern. Wir finden, nach fast 70 Jahren Nutzung hat er den Ruhestand mehr als verdient!

Für alle, die einen Schmortopf zu Hause haben, hier ein deftiges Rezept aus der privaten Kochrezepte-Sammlung unserer Stifterin:

Rindfleisch mit Kürbis

Zutaten: 1,5 kg Rinderschmorbraten, 6 Esslöffel Öl, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 250 g Zwiebeln, 2 Lorbeerblätter, 1/8 l weißer Wermut, 1/4 l Brühe (Instant), 1 Glas Kürbis (Einwaage 220 g), 1/2 Teelöffel Stärkepuder, 1 unbehandelte Zitrone, 2 Esslöffel Créme fraîche.

Das Fleisch mit Küchenkrepp abtupfen. In heißem Öl von allen Seiten kräftig anbraten. Salzen und pfeffern. Zwiebeln abziehen und vierteln. Mit den Lorbeerblättern zum Fleisch geben und mitbräunen. Wermut und Brühe zugießen. Im geschlossenen Topf etwa 90 Minuten schmoren. Kürbis abtropfen lassen. Das Fleisch herausnehmen und warm stellen. Den Schmorfond im offenen Topf auf großer Hitze um die Hälfte einkochen lassen. Mit angerührtem Stärkepuder binden. Kürbisstücke in die Soße geben. Einmal aufkochen lassen. Die Soße mit Kürbisflüssigkeit, Pfeffer und abgeriebener Zitronenschale würzen. Zuletzt Créme fraîche  unterziehen. (2 Stunden)

Beilagen: Kartoffelklöße und Salat

Das Rezept eignet sich für sechs Personen (Beilagen nicht mitgerechnet)

Quelle: Brigitte Magazin

Foto: Astrid Ottens

Bgm-Smidt-StrasseDiese winterliche Ansicht der Bürgermeister-Smidt-Straße stammt aus dem Jahre 1931. Gut zu erkennen ist der hell erleuchtete Weihnachtsbaum auf dem Vorplatz der Großen Kirche. Das Foto stammt aus der privaten Sammlung des Lokalhistorikers Helmut Meenzen (1926-2010). Erhalten ist ein sehr ausführlicher Kommentar Meenzens zu den damals in der Straße angesiedelten Geschäften, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen:

„Auf dem Bild von rechts das Kaufhaus Schocken, weiter nach links Radio Eidner, daneben das Hansa-Theater, das bereits 1907 als das erste Kinematographentheater in Bremerhaven eröffnet wurde. Später hieß das Kino Hansa-Kammerspiele. Wir Kinder nannten es respektlos Hansa-Flohkiste. In den zwanziger Jahren war der Eigentümer Max Kroker. Hier im Haus auch die Praxis Dr. A. Zimmermann, prakt. Zahnarzt, sowie die Geschäftsräume des Juweliers Castedello. Weiter im nächsten Haus Fischfeinkost v. Lien und eine Filiale der Wesermünder Neuste Nachrichten. Hier hatte auch die Spedition H. v. Riegen ihre Geschäftsräume und F. Lücke seine Schuhmacherwerkstatt. Im Eckhaus an der Kirchenstraße dann das Teppichhaus Rabach & Söhne, später das Konfektionsgeschäft Schnittjer. Man erkennt über die Kirchenstraße gehend das umgebaute Eckhaus mit dem Bettenhaus Bentge & Schuhmacher und das Tapetenhaus Hermann Kirchhoff. In der ersten Etage war die Firma Warrings in der zweiten das Hanseaten-Cafe.“

Foto: Helmut Meenzen (Historisches Museum Bremerhaven)

Adventsgesteck HMBMystisch tauchen sie aus dem Wasserlauf, tummeln sich am Ufer und schauen uns an: Die „Wasserwesen“ zieren unseren Museumsinnenhof bereits seit 1994. Die elf Skulpturen aus Untersberger Marmor sind das Werk der Bildhauerklasse des Worpsweder Künstlers Bernd Altenstein, die im Rahmen der damaligen Ausstellung „Kunst an der Kante“ entstanden. Als dauerhafte Installation warten die „Wasserwesen“ noch immer hier – und erstrahlen heute im Kerzenschein unseres wandernden Adventsgestecks. Wir wünschen einen schönen 4. Advent!

Foto: Marie Scheffler & Astrid Ottens

Zigarrenschachtel„Frohe Weihnachten Fam. Amann“ – wer war Familie Amann? Wie kam es zu diesem Geschenk? Manche Objekte geben uns Rätsel auf. Diese Zigarren der Züricher Marke Webstar lassen sich etwa auf das Jahr 1955 datieren. Unserem Museum wurden sie 2002 von einem Bremerhavener Bürger gestiftet. So wanderte die Papppackung mit den 5 Zigarren, die ihrerzeit für 1,10 Franken verkauft wurde, in unser Magazin. An einem kleinen Alltagsobjekt wie diesem manifestiert sich ein Grundproblem der musealen Arbeit: Wir können die Zigarren datieren, Recherchen zu unterschiedlichen Anhaltspunkten durchführen, sie in ihren historischen Kontext einordnen – doch wenn die privaten Quellen fehlen, werden wir nicht erfahren, welche Geschichte sich hinter der kurzen Weihnachtsbotschaft verbirgt. Ob das eine relevante Lücke in der historischen Forschung darstellt? Vermutlich nicht. Dennoch bleibt der Gedanke: Irgendwann Mitte der 1950er Jahre gelangte eine Packung Zigarren aus Zürich nach Bremerhaven in die Hände einer Person, die sie zum Weihnachtsfest mit einer Botschaft versah und verschenkte. Hinter jedem noch so alltäglichen historischen Objekt stecken vergangene Zeiten, Menschen, die vor uns gelebt haben und mit ihnen eine Fülle von Geschichten, die vielleicht nie erzählt werden können.

Foto: Marie Scheffler

Maja Dreyer vor Poesiealben AusstellungDie Sammlung wächst – unter diesem Motto bestücken wir regelmäßig einen kleinen Bereich in unserer Dauerausstellung mit ausgewählten Neuzugängen der letzten Zeit. Brandneu zu bestaunen (wenn wir wieder geöffnet haben) gibt es eine schöne Auswahl an Poesiealben – viele davon von Bremerhavener*innen – aus der Zeit zwischen 1870 und 1955. Die Sammlung umfasst rund 100 Alben und stammt von einem Ehepaar aus Bremerhaven. Die meisten Exemplare sind Flohmarktfunde. Das Stifterehepaar frönte damit einer jahrelangen Sammelleidenschaft. Wann haben Sie zuletzt in Ihr Poesiealbum geschaut?

Foto: Astrid Ottens

 

Die Werke des Sellstedter Holzschneiders Christian Mühlner faszinieren durch ihren Detailreichtum und ihre Dynamik. Bei dem Holzschnitt „Waljagd“ kommt dies besonders gut zur Geltung. Die Urgewalt des Walfischs, der sich mit seinem mächtigen Körper gegen die menschlichen Angreifer zur Wehr setzt, wird durch die tosenden und spritzenden Wellenberge eindrucksvoll herausgestellt. Mehr von Christian Mühlner sehen Sie hoffentlich bald in unserer neuen Sonderausstellung „Exakte Phantasien“.

Einladung HavenKidzGutes Essen in schöner Weihnachtsatmosphäre – Für viele an den Feiertagen selbstverständlich. Aber längst nicht für alle! Auch in Bremerhaven gibt es viele Menschen, die sich besonders an Heiligabend einsam fühlen. Die Jugendlichen vom Kinderhilfeverein HavenKidz Bremerhaven wollen diesen Menschen helfen. Seit Wochen arbeiten sie intensiv an den Vorbereitungen für ein Benefiz-Weihnachtsessen. „Wir möchten einfach etwas Sinnvolles tun“, sagt Mitorganisatorin Rieke Klemm, „erst recht an Weihnachten in Corona-Zeiten.“

Die Idee: zum Heiligabend etwas Gutes kochen. Mindestens 50 Portionen Rinderrouladen, Klöße, Rotkohl, Gemüse und Dessert sind geplant. Eingeladen sind alle, die zuhause niemanden zum Feiern haben. Ursprünglich war ein gemeinsames Essen im Haus der Jugend geplant, um Weihnachten miteinander zu teilen. Coronabedingt ist das jedoch nicht möglich, aber davon lassen sich die HavenKidz nicht beirren. Im Gegenteil: „Wir kochen auf alle Fälle. Aber wenn die Leute nicht zum Essen kommen dürfen, kommt das Essen an Heiligabend eben zu den Leuten. Und zwar noch mehr Essen als geplant. An Heiligabend wird das selbstgekochte Essen mit Ehrenamtlichen in Privatautos an alle Angemeldeten stadtweit ausgefahren.

Wer die Benefiz-Aktion als Helfer*in oder mit einer Spende unterstützen möchte, meldet sich unter der Telefonnummer 0159/06185331 oder per Mail havenkidz@outlook.de.

 

Wie wäre es mit etwas Weihnachtsdeko zum Selbermachen? Wir zeigen heute, wie man ganz einfach einen hübschen Stern basteln kann – für den Weihnachtsbaum, fürs Fenster oder in klein als Geschenkeanhänger.

Es wird benötigt:
2 Stücke quadratisches Papier (z. B. Origami-Papier)
Schere
Klebestift

Und dann klickt das Video an – dort wird alles Schritt für Schritt gezeigt.

Viel Spaß beim Basteln!

Historisches SpielzeugTeddybär, Schlittschuhe, Elefant und Xylophon – die Sammlung historischen Spielzeugs unter unserem Weihnachtsbaum im Museumsfoyer wächst jeden Freitag weiter. Doch bevor die Objekte aus unseren Magazinen unter den Baum kommen, nehmen sie eine wichtige Zwischenstation: Die Restaurierungswerkstatt. Hier sorgen unsere beiden Restauratorinnen Martina Glossat und Anja Hänisch dafür, dass die Objekte konservatorisch unbedenklich präsentierfähig sind. Wie läuft so ein Restaurierungsprozess ab? Anja berichtet: „Meist werden die Objekte mit einem weichen Ziegenhaarpinsel und Staubsauger behutsam trocken gereinigt. Bei hartnäckigeren Schmutzauflagen kommen u.a. Wattestäbchen mit demineralisiertem Wasser und einem Tensid zum Einsatz. Insbesondere bei einem bemalten Spielzeug-Lastwagen aus Holz hatte die Malschicht teilweise an Haftung verloren. Diese losen Bereiche werden mithilfe eines Festigungsmittels und eines Heizspatels wieder gesichert. Im Allgemeinen kommt den konservatorischen Maßnahmen eine größere Bedeutung zu, da der Erhalt der historischen Substanz an erster Stelle stehen sollte. Erst im zweiten Schritt werden die optischen oder funktionalen Ansprüche durch restauratorische Maßnahmen wie Retuschen berücksichtigt.“

Foto: Marie Scheffler

Museum-Magazim blau erleuchtetDas Historische Museum wünscht Euch allen einen schönen 3. Advent! Unser Adventsgesteck erstrahlt heute vor der bunt beleuchteten Kulisse des Museumsmagazins auf der Kennedy-Brücke an der Geeste.

Apropos Magazin: An die Öffentlichkeit treten Museen in erster Linie durch ihre Ausstellungen und Veranstaltungen. Ein grundlegender Bestandteil ihres Zwecks und ihrer Arbeit bleibt dabei jedoch verborgen! Hinter der vordergründigen Organisation von Dauer- und Sonderausstellungen zählt das zielgerichtete Sammeln von Objekten, die die Geschichte unserer Gesellschaft dokumentieren, zu den Kernaufgaben eines Museums. Hintergrund dieser Aufgabenstellung ist der Wunsch, nachfolgenden Generationen an Hand von Originalen aus der Vergangenheit die historische Entwicklung zu verdeutlichen, die der Gegenwart zu Grunde liegt. Allein das Historische Museum Bremerhaven verwahrt in seinen verschiedenen Magazinen mehr als 280.000 Objekte aus der Geschichte von Bremerhaven und dem Umland.

Foto: Marie Scheffler

Fischereihafen GERAUnser Museumsschiff FMS „GERA“ befindet sich aktuell in der Winterpause. Umtriebig geht es dennoch zu an Bord: Prüfungen, Wartungs- und Restaurierungsarbeiten müssen natürlich auch außerhalb der Saison durchgeführt werden. Und weshalb sich ein Spaziergang rund um den Fischereihafen zur Vorweihnachtszeit lohnt, sehen Sie auf dem Foto.

 

Foto: Kai Kähler

Weihnachten an BordManch ein Seemann befand sich zur Weihnachtszeit auf hoher See. Wie verbrachte man zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Feiertage an Bord? Erlebten sie brüderliche Geselligkeit oder einsame Isolation? Eine frühe Feldstudie des Volkskundlers Richard Wossidlo gewährt einen interessanten Einblick:

„Die ältesten Gewährsmänner wußten von einer Weihnachtsfeier wenig oder gar nichts zu melden: „In mien christlich Seefohrt heff ik dat nich belääwt, dat Wihnachten fiert an Buurd?“ antwortet einer: „Ach du leewer Gott! Ne, sowat geew’t nich up de Kauffahrtei-Schääp.“

Das lag aber wohl zum Teil daran, daß die meisten der Gewährsleute keine Langreisen gemacht haben, sondern im Winter immer zu Hause gewesen sind. Andere haben positivere Erinnerungen. Vor allem gab es an den Festtagen besseres Essen und viel Grog: „Wihnachten würden Gös‘ slacht’t un vääl Grog drunken. Heilig Abend geew’t ’n Glas Grog. ‚N Wihnachts-Boom hebben wi nich maakt.“ Andere, jüngere Leute wieder heben wieder hervor, daß sie sich in kunstvoller Weise einen Tannenbaum hergestellt haben: „Ut’n Bessenstähl un Kawelgoorn würd’n Wihnachtsboom trechtmaakt. De Timmermann hadd uns’n Wihnachtsboom maakt. Den’n hebben wi in Honkong in’t Seemannsheim laten.“

Quelle: Wossidlo, Richard (41952): Reise, Quartier, in Gottesnaam. Das Seemannsleben auf den alten Segelschiffen im Munde alter Fahrensleute. Rostock.

Fotografie: J. Fleck (Historisches Museum Bremerhaven)

Plätzchen sind nicht nur lecker, sie sind auch als Schmuck für den Weihnachtsbaum hübsch anzusehen. Wer sich für die Adventszeit noch ein DIY-Projekt vornehmen möchte: das traditionelle schwäbische Keksteigrezept für „Springerle“ eignet sich für den gebackenen Weihnachtsschmuck besonders gut. Für den Teig werden nur wenige Zutaten benötigt: Eier (4 große), Puderzucker (500g) und Weizenmehl (500g). Genauso simpel ist die Zubereitung. Eier und Zucker vermengen bis sich der Zucker auflöst, dann das Mehl untermischen und solange rühren bis sich alles gut verbunden hat. Den fertigen Teig 1cm dick ausrollen, die Keksrohlinge ausstechen und zum Trocknen auf ein mit Anis bestreutes Blech legen. Wenn die Plätzchen anfangen am Rand weiß zu werden, im vorgeheizten Backofen bei 150° C ca. 20 Min. backen. Und ein kleines Löchlein für den Faden zum Aufhängen nicht vergessen!

Foto: Maja Dreyer

Porzellan DetailDie Sammlung und Bewahrung von Objekten ist eine unserer wichtigsten Aufgaben als Museum. In unserem Bestand sind Fahrzeuge und Modelle, Haushaltsgegenstände und Arbeitsgeräte, Dokumente und Fotografien, Gemälde und viele andere Zeugnisse der Bremerhavener Vergangenheit – insgesamt etwa 280.00 Objekte! Davon können wir nur einen Teil in unseren Ausstellungen zeigen. Viele weitere Schätze verwahren wir in verschiedenen Magazinen. Um einen Einblick in unsere Sammlung zu geben, präsentieren wir ab sofort eine Auswahl davon auf unserer Homepage. Unsere neue Online-Präsentation erweitern wir regelmäßig. Also einfach mal reinklicken!

> Zu den Museumsobjekten Online

Foto: Astrid Ottens

„Tauschen statt kaufen“ – lautet das Motto des jüngsten Projekts der Stadtbibliothek Bremerhaven: Während der Corona-Pandemie verbringen viele Menschen mehr Zeit als sonst in den eigenen vier Wänden. Für viele eine gute Gelegenheit um auszumisten. In den Räumen der Bibliothek haben Elke Albrecht und ihr Team einen Ort geschaffen, an dem Bremerhavener*innen aussortierte Gegenstände zum Tausch hinterlegen können. „Es gibt ja häufig Dinge, die man selber nicht mehr benötigt, die aber zu schade zum Wegwerfen sind“, erklärt die Leiterin der Stadtbibliothek. „Auch spielt das Thema Nachhaltigkeit derzeit eine berechtigte Rolle. Wir sind wirklich oft sehr verschwenderisch.“ Mit dem Tauschregal stellt die Stadtbibliothek eine einfache Möglichkeit, wie jede*r ganz leicht einen Betrag zur Nachhaltigkeit leisten kann. Damit das Tauschregal selbst nicht zur Müllhalde wird, gibt es ein paar simple Regeln zu beachten: alle Gegenstände müssen sauber sowie in einem funktionsfähigen und generell guten Zustand sein. Möbel, Bücher, Kleidung und Lebensmittel dürfen nicht abgestellt werden.

Wir vom Historischen Museum Bremerhaven finden die Aktion in jedem Fall sehr unterstützenswert!

AdventsgesteckZahlreiche Bräuche, Mythen und Entstehungsversionen ranken sich um die Figur des Heiligen Nikolaus – die bekannteste Ursprungsgeschichte ist wohl jene des Nikolaus von Myra, einem Bischof aus dem Gebiet der heutigen Türkei, der im 3. Jahrhundert gelebt haben soll. Wohltätige Hilfsbereitschaft, Gutmütigkeit, Strenge oder Bestrafung – so vielfältig wie die Erzählungen und Praktiken sind auch die Attribute, die der Nikolausfigur zugeschrieben werden. Manch eine Geschichte stellt den Bischof von Myra als Retter von Schiffsbrüchigen dar, weswegen der Heilige Nikolaus im Katholizismus unter anderem als Schutzpatron der Seeleute gilt.

Mit diesem kleinen Exkurs wünschen wir Ihnen einen schönen 2. Advent!

Zum heutigen Internationalen Tag des Ehrenamts begeben wir uns auf unser Museumsschiff FMS „GERA“. Hier treffen wir Norbert Guzek, der bereits seit 1992 ehrenamtlich die Maschinenanlage des Seitentrawlers betreut: Er kümmert sich um die Instandhaltung der Pumpen, Ventile und Kompressoren, pflegt die Maschinen und ist auch bei Fehlfunktionen zur Stelle.

Wie kam Norbert Guzek auf die „GERA“ und was hält ihn hier? Er erzählt: „Da ich in einem Schiffsreparaturbetrieb tätig war, hatte ein Kollege mich gefragt, ob ich Interesse hätte, auf der „GERA“ zwecks Instandhaltungsarbeiten mitzuwirken. Ich war und bin immer noch sehr technikinteressiert. Auf der „GERA“ ist eine ältere Technik vorhanden, die es sich lohnt zu pflegen und gelegentlich auch zu betreiben.“ 

Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen wie Norbert Guzek sind für viele kulturelle Einrichtungen unverzichtbar. Ihr Engagement soll zwar nicht nur an einem Tag im Jahr gewürdigt werden, dennoch nehmen wir den heutigen zum Anlass, uns bei allen Ehrenamtler*innen zu bedanken.

Übrigens: Sowohl im Historischen Museum, als auch auf der „GERA“ suchen wir aktuell nach ehrenamtlicher Unterstützung. Interesse an Geschichte und/oder der Hochseefischerei? Dann melden Sie sich gern bei uns!

Foto: Matthias Loeber

Hafenstraße, um 1955Bremerhaven-Lehe, etwa um das Jahr 1955

Lichterketten und Tannenbäume schmücken die Hafenstraße, vor dem „Capitol“ drängt sich eine Menschenmenge. Angefertigt wurde diese Momentaufnahme von Georg Rogge (1910–1975), einem der ersten lokalen Pressefotografen, der die Nachkriegszeit in Bremerhaven eindrucksvoll dokumentierte. Tätig war er unter anderem für die Nordsee-Zeitung, die in den frühen 1950er Jahren das Informationsmedium schlechthin für die Bevölkerung darstellte. Fotografien wie die von Georg Rogge wurden erst ab 1949 vermehrt in der Nordsee-Zeitung abgedruckt – und bieten uns heute die Möglichkeit, kleine Einblicke in Alltagssituationen vor rund 65 Jahren zu erhaschen.

Foto: Georg Rogge (Historisches Museum Bremerhaven)

Unsere aktuelle Sonderausstellung „Christian Mühlner. Exakte Phantasien“ ist coronabedingt leider noch nicht für Besucher*innen zugänglich. Mit unserer neuen Kunst-Klappkarte bringen wir ein bisschen „Mühlner“ zu Euch nach Hause. Das winterliche Motiv umfasst den Farbholzschnitt „Oldenburger Haus“ von Christian Mühlner aus dem Jahr 1982. Bei der Vorlage handelt es sich um das historische Fachwerkaus „Oldenburger Haus“, benannt nach dem Erbauer Joachim von Oldenburg (1671), in Altluneberg in der Gemeinde Schiffdorf. Das Großbauernhaus aus dem 17. Jahrhundert war eine beliebte Bildvorlage Mühlners und wurde von ihm in verschiedenen Holzschnittvariationen detailgetreu verarbeitet.

Die Kunst-Klappkarte ist für 2,00 € im  > Shop auf unserer Homepage und in folgenden Geschäften in Bremerhaven ab sofort erhältlich:

– Janssen Maritimes, An der Geeste 13a

– Buchhandlung Memminger, Grashoffstraße 11

– Buchhandlung Huebener, An der Mühle 34

– Galerie G. v. Häfen, Inh. Julian Schmonsees, Bgm.-Smidt-Straße 117

 

Foto: Astrid Ottens

PolyphonWas darf zur Adventszeit nicht fehlen und lässt immer Weihnachtsstimmung aufkommen? Natürlich, die richtige Musik! Wir haben ihn zusammengestellt, den Adventssoundtrack des Historischen Museums – unter diesem Link findet Ihr das Best Of unseres Teams:

> Spotify-Playlist „Advent im Historischen Museum“

Zur Wiedergabe einer Spotify-Playlist eignet sich unser Polyphon aus dem Jahr 1890 zwar nicht – der Klang, der durch die Lochplatte erzeugt wird, ist jedoch wunderschön!

 

Foto: Astrid Ottens

Weihnachtsbaum innenEs weihnachtet im Historischen:

Heute ist es soweit, wir öffnen das 1. Türchen unseres Adventskalenders!

Von Schaukelpferdchen und Puppenstuben über Teddybären bis hin zur Modelleisenbahn – Das Historische Museum Bremerhaven verfügt über einen großen Sammlungsbestand an historischem Spielzeug. Ab sofort präsentieren wir einen kleinen Teil davon in weihnachtlicher Atmosphäre in unserem Museumsfoyer. Die Auswahl wird jede Woche um weitere Spielsachen ergänzt und wächst so bis zu den Feiertagen stetig an. Kommt vorbei und werft einen Blick auf unser weihnachtliches Schau-Fenster!

 

Foto: Maja Dreyer