Die Technisierung des Wäschewaschens 1850-1970

Kabinett-Ausstellung 16.11.2012-15.09.2013

Bevor es Vollwaschautomaten, Wäschetrockner und elektrische Bügeleisen gab, war das Wäschewaschen eine aufwändige Prozedur, die im Arbeitsalltag einer Hausfrau eine wesentliche Rolle spielte. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert brachte eine große Anzahl von Gerätschaften hervor, die dieser Mühsal ein Ende bereiten sollte.

Der Erfolg war überschaubar, denn das Kochen, Scheuern, Reiben und Spülen der Wäsche wurde den Frauen nur zum Teil erleichtert.  Eine elektrische Waschmaschine setzte sich in den meisten Haushalten erst in den 1960er Jahren durch. Sie erledigte per Knopfdruck, was früher Tage in Anspruch genommen hatte.

Die Kabinettausstellung zeichnet anhand von etwa 80 Objekten, Fotos und Dokumenten die Geschichte der so genannten „Großen Wäsche“ nach. Eine elektrische Bottichwaschmaschine aus den 1930er Jahren und eine Wäschemangel von 1900 aus der Bremerhavener Eisenwarenhandlung Ziegfeld sind ebenso Teil der Ausstellung wie Wäschestampfer und Waschbrett, Handwringer und diverse gusseiserne Bügeleisen.

Die Ausstellung thematisiert auch die Entwicklung der Werbestrategien für Waschprodukte und bietet so einen Blick auf die Marketinggeschichte, die aber auch von Skepsis und Rückschlägen geprägt war.

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