Museum / Museumsgeschichte

Die Gründung

Der Heimatverein „Männer vom Morgenstern – Heimatbund an Elb- und Wesermündung“ präsentierte ab 1897 in Lehe (heute: Stadtteil von Bremerhaven) seine Sammlung an vor- und frühgeschichtlichen sowie volkskundlichen Gegenständen. Der Vereinsname ging auf die Burg „Morgenstern“ zurück, die der Erzbischof von Bremen bei Weddewarden, dem Tagungsort des Heimatvereins, im Mittelalter hatte erbauen lassen.
1902 trat der Heimatverein seine Sammlung an die Stadt Geestemünde (heute: Stadtteil von Bremerhaven) ab, die 1906 ein Museum für Heimatkunde eröffnete. Da das Museum von Mitgliedern des Heimatvereins verwaltet wurde, bürgerte sich bald der Name „Städtisches Morgenstern-Museum“ ein.

Morgenstern-Museum

Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Großteil der Museumssammlung zerstört. In der Nachkriegszeit erfolgte mit großem Erfolg der Wiederaufbau des Museums. Von überregionaler Bedeutung war die umfangreiche Sammlung zur Schifffahrtgeschichte.

Ab 1961 war das Morgenstern-Museum in Geestemünde in einen ehemaligen Kaufhaus untergebracht. Zu Beginn der 1970er Jahre musste die bedeutende Sammlung zur Schifffahrtsgeschichte sowie weitere stadtgeschichtliche Bestände an das neugegründete Deutsche Schiffahrtsmuseum abgegeben werden.

Der Magistrat der Stadt Bremerhaven beschloss 1985 eine Neukonzentration für das Morgenstern-Museum. Als „Historisches Museum Bremerhaven“ erhielt die Einrichtung den Auftrag, umfassend die Geschichte und Entwicklung von Bremerhaven und Umgebung zu dokumentieren, zu erforschen und auszustellen.

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Historisches Museum Bremerhaven

1991 bezog das Museum einen preisgekrönten Museumsneubau am Ufer der Geeste. Die sieben Abteilungen wurden in den folgenden Jahren sukzessive fertiggestellt. Im Jahr 2000 wurde das Historische Museum Bremerhaven zum „Europäischen Museum des Jahres“ nominiert.

Seit 1993 betreibt das Museum den letzten deutschen Seitentrawler „GERA“ im Bremerhavener Fischereihafen als Museumsschiff. Von 1997 bis 2004 wurde als zweite Außenstelle die multimediale Auswanderer-Ausstellung „Aufbruch in die Fremde“ in einer Halle am Deich präsentiert.

Im Zuge des Ausbaus der Dauerausstellung erfolgte eine umfangreiche Erweiterung der Museumssammlung, die den Grundstock zahlreicher Sonderausstellungen bildet. Ein herausragendes Beispiel für die Forschungstätigkeit des Museums ist die Deutsche Auswanderer-Datenbank, die erstmals auf der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover im Deutschen Pavillon als internationales Forschungsprojekt vorgestellt wurde und bislang über 6 Millionen Nutzer hatte.

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