Review

Die Nachkriegszeit auf Bremerhavener Pressefotos


Sonderausstellung 27.06.2015-01.11.2015

70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat die große Sommerausstellung 2015 die frühe Nachkriegszeit zum Thema. Einen faszinierenden Blickwinkel auf diese Epoche bieten Pressefotos, die in den ersten Zeitungen veröffentlicht und über Presseagenturen verbreitet wurden. Sie waren seinerzeit das einzige Bildmedium, das der Bevölkerung zur visuellen Information einigermaßen regelmäßig zur Verfügung stand.

Im thematischen Mittelpunkt der Ausstellung steht die Nachkriegszeit in Bremerhaven und Umgebung. Darüber hinaus werden jedoch auch zahlreiche Aspekte von überregionaler Bedeutung beleuchtet, wie beispielsweise der Kampf um die Rückgewinnung von Helgoland oder die Auswanderung von Displaced Persons. Ebenso bildet der Wiederaufbau der maritimen Wirtschaft einen wichtigen Schwerpunkt. Zeitgenössische Pressefotos, ergänzt von entsprechenden Zeitungsartikeln, spiegeln die Themen wider, die im Fokus der Nachkriegsberichterstattung standen.

Amerikanische Enklave

Ende des Zweiten Weltkriegs war Bremerhaven (das damalige Wesermünde) zu über 50 Prozent, einige Stadtteile sogar zu über 90 Prozent, zerstört. Die Stadt wurde von der US-Armee besetzt, die die Überseehäfen als Nachschubbasis nutzen wollte. Dadurch wurde Bremerhaven eine amerikanische Enklave in der britischen Besatzungszone. Der politische Sonderstatus und die maritime Monostruktur erschwerten die Neuanfänge der Stadt in der Nachkriegszeit. Fehlender Wohnraum und Versorgungsprobleme prägten den Alltag der Bevölkerung. Ein besonderes Thema der Ausstellung bildet das Verhältnis der Bevölkerung zur amerikanischen Besatzungsmacht.

Die Nachkriegspresse

In den frühen Nachkriegsjahren gab es kaum Informationsmöglichkeiten für die Bevölkerung. Beschränkungen durch die Besatzungsmächte und Papiermangel waren dafür verantwortlich, dass die meisten Zeitungen nicht täglich und nur in kleiner Auflage mit wenigen Seiten erscheinen konnten. Dies galt auch für die Bremerhavener Nordsee-Zeitung, die ab Oktober 1947 an drei Tagen in der Woche ausgeliefert wurde. Erst ab 1949 druckten die Zeitungen vermehrt Fotos ab. Am Beispiel der Nordsee-Zeitung werden die Arbeitsbedingungen und die Art der Berichterstattung der frühen Lizenz-Zeitungen verdeutlicht.

Der Pressefotograf Georg Rogge

Einer der ersten Pressefotografen an der Küste war Georg Rogge (1910 - 1975), der vor allem für die Nordsee-Zeitung, die Nachrichtenagentur DENA und freiberuflich arbeitete. Als Reporter war Rogge nicht nur an allen Brennpunkten des politischen und wirtschaftlichen Geschehens zugegen, sondern als aufmerksamer Beobachter dokumentierte er auf seinen Fotos auch den Alltag der Bevölkerung. Rogges Sammlung von rund 10.000 Pressefotos bildet den Grundstock der Sonderausstellung. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung Rogges umfangreiche Kameraausrüstung und gibt einen Einblick in die Arbeit der Pressefotografen der frühen Nachkriegszeit.

Die Sponsoren

Die Sonderausstellung wurde ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der Weser-Elbe Sparkasse als Hauptsponsor und des Förderkreises Historisches Museum Bremerhaven e. V. sowie durch einen Zuschuss aus dem Veranstaltungsfonds des Landes Bremen für Bremerhaven.

Das Begleitprogramm

Zur Sonderausstellung bietet das Historische Museum Bremerhaven ein umfangreiches Begleitprogramm an. Öffentliche ExtraTouren geben einen Einblick in die Bremerhavener Nachkriegszeit und die Entwicklung der Pressefotografie. In ExtraTourenSpezial werden einzelne Aspekte der Sonderausstellung, wie zum Beispiel die amerikanische Besatzung, der Wiederaufbau oder Freizeitgestaltung in den 1950er Jahren näher beleuchtet. Bei einer ExtraTourPlus schließt sich an den geführten Ausstellungsrundgang noch ein Erzählcafé bei Kaffee und Kuchen im Museumscafé an. Alle Termine für die ExtraTouren finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Für Schulklassen ab Jahrgang 9 werden nach vorheriger Anmeldung die Programme "Bremerhavener Extrablatt - Neueste Nachrichten der Nachkriegszeit" und "Mobiles MitmachMuseum II - Bremerhavener Alltag in der Nachkriegszeit" angeboten. An der Kasse liegt für alle Kinder ein kostenloses Suchspiel aus, bei dem knifflige Fragen und Aufgaben in der Ausstellung zu lösen sind. Zur Finissage am Sonntag, 01.11.2015 werden unter allen Teilnehmer/-innen Preise verlost.

Das Buch zur Ausstellung

Weitere Informationen unter Publikationen

 

Familiengeschichten in der Kriegs- und Nachkriegszeit

Die Nachlässe Julius und Schramm aus Bremerhaven

Ausstellung mit Exponat-Neuzugängen ab 03.07.2014

Viele Bremerhavener Familien haben ihre Spuren in der Stadtgeschichte hinterlassen. So betrieb die Bremerhavener Familie Julius seit 1881 in der Schifferstraße ein gleichnamiges Fachgeschäft für Schiffsausrüstungen und Artikel, die in der Hochseefischerei und Fischverarbeitung benötigt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute die Familie Julius ihr Geschäft neu auf und führte es in vierter Generation weiter. Im Januar 2013 stifteten Nachkommen des Firmengründers Hinrich Janssen Julius einige Artikel aus dem von Notbehelfen geprägten Nachkriegssortiment an das Historische Museum Bremerhaven.

Das Leherheider Ehepaar Käthe und Walter Schramm unterhielt dagegen seit den späten 1940er Jahren ein Lebensmittelgeschäft am Mecklenburger Weg. Ihr Sohn Rolf Schramm stiftete dem Historischen Museum Bremerhaven im August 2013 rund 300 Fotografien und Dokumente aus dem Nachlass seiner Eltern. Diese spiegeln insbesondere die Geschichte der Familie Schramm zwischen 1930 und 1950 wider. In den Neuzugangsvitrinen des Historischen Museums gewährt eine Auswahl von Objekten, Fotografien und Dokumenten aus den Nachlassstiftungen der Familien Julius und Schramm Einblicke in die politische und soziale Geschichte Bremerhavens in der Kriegs- und Nachkriegszeit.

Elbing und Bremerhaven

60 Jahre Patenschaft mit der westpreußischen Stadt

Kabinett-Ausstellung 01.10.2014 - 05.07.2015

Vor 60 Jahren, im Jahr 1954, beschloss der Magistrat der Stadt Bremerhaven, für den westpreußischen Stadt- und Landkreis Elbing eine Patenschaft zu übernehmen. Kern des Patenschaftsgedankens war, die Integration der Vertriebenen zu erleichtern und deren kulturelles Erbe zu bewahren. Zahlreiche Elbinger waren Ende des Zweiten Weltkriegs vor der Roten Armee nach Bremerhaven geflüchtet. Viele von ihnen beteiligten sich hier am Wiederaufbau der zerstörten Stadt. Herausragendes Beispiel dafür ist die Schichau-Werft, die 1945/46 am Neuen Hafen gegründet wurde.

Die kleine Ausstellung im Obergeschoss des Historischen Museums Bremerhaven gibt einerseits einen Überblick über die Geschichte Elbings, vermittelt andererseits aber auch einen Eindruck vom Schicksal der Vertriebenen, die nur wenig Hab und Gut auf die Flucht mitnehmen konnten. Die Schere eines Elbinger Schneidermeisters, die Schlüssel vom Rathaus, die die Sekretärin des Oberbürgermeisters mitnahm, oder ein kostbarer Globus aus dem 18. Jahrhundert sind Beispiele für die vielfältigen, heute zum Teil kurios anmutenden Objekte, die den Menschen damals wichtig waren und einen Weg in den Westen fanden.

Neben den Fluchtutensilien zeigt die Ausstellung Gemälde, Drucke, Fotos und zahlreiche Objekte aus der Geschichte der westpreußischen Stadt Elbing, die im Jahr 1237 gegründet wurde. Wertvolle Druckgrafik, wie ein Merian-Kupferstich von 1626 sowie Stahlstiche aus dem 18. und 19. Jahrhundert vermitteln den wirtschaftlichen Aufstieg Elbings, das auf Grund seiner strategischen Lage immer wieder in das Konfliktfeld verschiedener Mächte geriet. Mit der Integration in das wiedervereinigte preußische Königreich 1772 brach für die Stadt eine Zeit wirtschaftlicher Prosperität an.

Die Sonderausstellung ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Historischen Museum Bremerhaven und der Truso-Vereinigung zur Geschichte, Kultur und Wissenschaft von Elbing und Umgebung.

Arbeitswelt Offshore-Windenergie

Fotografien von Wolfhard Scheer

Sonderausstellung 27.03.-07.06.2015

Die Offshore-Windenergie stellt einen zentralen Baustein der Energiewende in Deutschland dar. Die Stromerzeugung in Nord- und Ostsee ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und soll zukünftig einen deutlichen Beitrag zur Deckung des Gesamtenergiebedarfs in Deutschland leisten. Es handelt sich dabei um eine hochkomplexe Technologie, die das Zusammenwirken von vielfältigen Arbeitsbereichen erforderlich macht.

Fotografien von Wolfhard Scheer

In der Offshore-Windenergie sind in den letzten Jahren zahlreiche Arbeitsplätze entstanden. Erstmals hat der bekannte Bremerhavener Fotograf Wolfhard Scheer in einem aufwändigen Projekt die Produktionsabläufe dokumentiert. Am Beispiel des Offshore-Windparks Meerwind Süd/Ost des Unternehmens WindMW in Bremerhaven ist eine faszinierende Fotoserie über die Arbeitswelt in der Offshore-Windenergie entstanden. 80 Offshore-Windturbinen erzeugen 23 Kilometer vor der Insel Helgoland Energie für bis zu 360.000 Haushalte.

Die Fotoausstellung wird durch beeindruckende Modelle ergänzt.
Im MuseumsShop kann ein Begleitbuch zur Ausstellung erworben werden.

Jüdisches Leben an der Wesermündung 1930-1945

Ein Ausstellungsprojekt der Klasse 9e des Lloyd Gymnasiums Bremerhaven

Schülerausstellung 28.11.2014 - 17.03.2015

Die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 war auch im Leben des jüdischen Schülers Eric Ahronheim und seiner Familie ein schockierender Umbruch. Die Ausschreitungen gegen die Juden zeigten ihnen, dass es allerhöchste Zeit wurde, Deutschland zu verlassen. Dem 14-jährigen Eric und seinen beiden Schwestern Lore und Rena gelang die Flucht ins Ausland. Ihre Eltern sahen sie jedoch nicht wieder.

Das Schicksal dieses jüdischen Jungen aus Geestemünde beeindruckte die 9e des Lloyd Gymnasiums tief. Sie beschloss, seine Geschichte und die der anderen Bremerhavener (Wesermünder) Juden in einer Ausstellung aufzuarbeiten. Leitgedanke des Projektes war auch der Auftrag des Vaters von Eric Ahronheim, den er vor der Abreise am Bahnhof seinem Sohn mit auf die Reise gab:
„Berichte überall darüber, was du in Deutschland gesehen hast.“

 

„Wenn jemand eine Reise tut...“ (Kopie 1)

Erinnerungsstücke aus aller Welt
Sonderausstellung 28.06.2014-09.11.2014

In der Sonderausstellung des Historischen Museums Bremerhaven geht es um die Fragen, die sich jede und jeder Reisende stellten: Was nehme ich mit auf die Reise? Und vor allem: Was bringe ich von der Reise mit? Die vielfältigen Objekte, die uns auf Reisen begleiten, sind gleichzeitig auch Träger von Erinnerungen an Erlebnisse, Begegnungen und Eindrücke. Erinnerungsstücke aus aller Welt und aus zweieinhalb Jahrhunderten fügen sich in der Sonderausstellung zu einer spannenden Kulturgeschichte des Reisens zusammen.

Der Kosmos des Reisens
Seit Jahrhunderten sind norddeutsche Häfen Ausgangsstationen für Reisen in alle Welt. So entwickelte sich nach der Gründung von Bremerhaven (1827) auch der junge Hafenort schnell zu einem wichtigen Abfahrts- und Zielhafen interkontinentaler Routen. Bremerhaven wurde Basis zahlreicher Reedereien und zugleich Drehscheibe für Seeleute, Forscher, Geschäftsleute, Aus- und Rückwanderer, Soldaten, Touristen und viele andere Reisende.

Gepäckstücke und Transportbehältnisse, Reiseutensilien, Reisekleidung, Kameras, Souvenirs, Geschenke, Fotos, Ansichtskarten und vieles mehr bilden einen breit gefächerten Kosmos des Reisens. Dabei präsentiert jedes Land, aber auch jede Zeit spezifische Reiseobjekte, die häufig nicht nur individuelle Reisegeschichten, sondern mitunter auch historische Ereignisse und wirtschaftliche Entwicklungen abbilden.

Die Reiseroute
Die Besucher/-innen der Sonderausstellung begeben sich auf eine imaginäre Weltreise, auf der sie vertraute, kuriose, ungewöhnliche und geheimnisvolle Objekte begleiten. Die Reiseroute durch die Welt der Erinnerungsstücke ist nicht zufällig gewählt, sondern wird durch ein Gedicht des norddeutschen Lyrikers und Journalisten Matthias Claudius (1740-1815) vorgegeben.

Das Gedicht trägt den Titel „Urians Reise um die Welt“ und wurde bereits 1785 verfasst. Besser bekannt ist es als Volkslied mit dem Eingangsvers „Wenn jemand eine Reise tut...“. In dem Gedicht schickt Claudius den Schwankerzähler Urian auf eine satirische Fantasiereise, die jedoch einen geografischen und thematischen Plan erkennen lässt.

Die Sonderausstellung präsentiert sich als begehbares Gedicht, in deren Verlauf die Besucher/-innen alle Länder besuchen, die Herr Urian bereits 1785 bereiste. Die Fantasiereise, die sich Matthias Claudius erdachte, umfasst Länder und Kontinente, mit denen Bremerhaven durch Schifffahrtsrouten verbunden war. Man besucht den Nordpol, Grönland, Amerika, Mexiko, Asien, China und Bengalen, Java und Tahiti und kehrt nach dem Besuch von Afrika nach Hause zurück.

Die Erinnerungsstücke
Aus diesen Ländern finden sich in der Sammlung des Historischen Museums Bremerhaven zahllose Erinnerungsstücke, die Reisende mitnahmen oder mit zurück brachten und die sie oder ihre Nachfahren später dem Museum überließen. Erstmals werden diese Reiseutensilien und Mitbringsel in einer Sonderausstellung in einen geografischen und historischen Zusammenhang gebracht.

Zu den rund 500 Ausstellungsobjekten zählen beispielsweise Bumerangs, die Teilnehmer einer Nordpolexpedition über alle Längengrade der Erde fliegen ließen, indianische Souvenirs aus Nordamerika oder exotische Tierpräparate aus Mexiko. Auch Asien präsentiert eine breite Palette an Reiseandenken wie Porzellan, Lackarbeiten und Opiumpfeifen, die bei Seeleuten hoch im Kurs standen. Erinnerungsstücke von Walfängern aus der Südsee und von Reisenden aus Afrika zählen zu den Highlights der Ausstellung.

Von der Weltreise zurückgekehrt, finden sich die Ausstellungsbesucher/-innen in einem Wohnzimmer der 1970er Jahre wieder, in dem gerade ein traditioneller Diaabend stattfindet. Auch hier steht manches Dia auf dem Kopf, dafür ist das Fotoalbum von den vielen Reisen sorgfältig beschriftet...

Die Sponsoren
Die Sonderausstellung wurde ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Bremerhaven als Hauptsponsor und des Förderkreises Historisches Museum Bremerhaven e. V. sowie durch einen Zuschuss aus dem Veranstaltungsfonds des Landes Bremen für Bremerhaven.

Das Begleitprogramm
Zur Sonderausstellung bietet das Historische Museum Bremerhaven ein umfangreiches Begleitprogramm an. In öffentlichen ExtraTouren kann man beispielsweise einmal um die ganze Welt reisen oder zwischen verschiedenen Kontinenten auswählen.

Kinder und Schulklassen können sich selbst als Ausstellungsmacher kreativ betätigen. Bei dem museumspädagogischen Programm „Coole Souvenirs - Die Mitmach-Ausstellung“ entwerfen und gestalten sie eine eigene Ausstellung mit Vitrinen voller Souvenirs, die sie mitbringen oder selbst anfertigen.

Kinder können sich mit einer Rallye auf eine Reise um die Welt begeben und außergewöhnliche Erinnerungsstücke aus fremden Ländern entdecken, die Reisende mitgebracht haben. Es gilt, in acht Ländern jeweils ein Andenken zu finden, dessen Name auf ein Blatt eingetragen wird. In jedem Wort verbirgt sich ein Buchstabe, der das Lösungswort bildet. Für das richtige Lösungswort gibt es ein Andenken.

Die Sonderausstellung ist geöffnet von Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr.

Vom Blutegel zum Herzschrittmacher

Historische Heilmittel und Instrumente der Medizin im 20. Jahrhundert
Kabinett-Ausstellung 17.09.2013-21.09.2014

Anhand von über 80 Objekten aus Arztpraxen, Krankenhäusern und Apotheken aus Bremerhaven und Umgebung vermittelt die Ausstellung einen anschaulichen Überblick über die Entwicklung der Medizin in der Zeit zwischen 1900 und 1990. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen sowohl technische Innovationen als auch traditionelle Heilmittel und Therapieformen.

Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war die medizinische Heilkunde von zwei grundlegenden Faktoren geprägt. Zum einen mussten Ärztinnen und Ärzte über ein umfangreiches Wissen über die Wirksamkeit von natürlichen und chemisch erzeugten Heilmitteln verfügen. Dazu zählten auch traditionelle Behandlungsmethoden wie der Einsatz von Blutegeln oder die Verschreibung von speziellen Arzneimischungen, die in Apotheken auf sogenannten Pillenbrettern hergestellt werden mussten.

Zum anderen gewann der technische Fortschritt auch in der Medizin immer mehr an Bedeutung. Der Einsatz technisierter Behandlungsmethoden mit speziell entwickelten Instrumenten sorgte nicht nur in der Chirurgie für neue Heilungserfolge, sondern auch in anderen ärztlichen Disziplinen wie der Gynäkologie und der Urologie.

Die Ausstellung verdeutlicht diese Entwicklung anschaulich anhand von 100 Jahre alten chirurgischen Besteckkästen, Amputations-Instrumenten oder Schimmelbusch-Masken, sowie an frühen Herzschrittmachern und Gelenkprothesen. Ein mobiles Röntgengerät mit der obligatorischen Bleischürze, die aus den 1950er Jahren stammen, sind hierbei besondere Blickfänger.

Die Sammlungen Meenzen und Müller

Zwei Stifter-Familien aus Bremerhaven
Ausstellung mit Exponat-Neuzugängen 30.10.2012 - 02.07.2014

Viele Bremerhavener/innen gehen zeitweise oder sogar ein Leben lang einer besonderen Sammelleidenschaft nach. Mitunter erzählen ihre Sammlungen von vergangenen Lebenswelten, die noch vor wenigen Jahrzehnten zum privaten und öffentlichen Bremerhavener Alltag gehörten. 2011 und 2012 erhielt das Historische Museum Bremerhaven zwei Stiftungen umfangreicher Privatsammlungen mit verschiedenen Schwerpunkten.

In großer Verbundenheit zu seiner Heimatstadt sammelte Helmut Meenzen (1926-2010) über 10.000 historische Ansichtskarten, Dokumente und Fotos aus Bremerhaven, während die 1943 in Wesermünde geborene Elke Müller Spielzeuge und Kleidungsstücke aus drei Familiengenerationen bewahrte. Eine Auswahl der interessantesten Ansichtskarten, Dokumente und Spielzeuge aus der Zeit zwischen 1900 und 1975 gewährt den Besucher/innen Einblick in zwei außergewöhnliche stadt- und alltagsgeschichtliche Sammlungen.

Die „LAKONIA“-Katastrophe 1963

Ein Schiffsunglück aus der Sicht von Überlebenden
Sonderausstellung 13.12.2013 - 04.05.2014

Vor rund 50 Jahren, am Abend des 22. Dezember 1963, brach auf dem griechischen Kreuzfahrtschiff „LAKONIA“ 180 Meilen nordwestlich von Madeira ein Feuer aus. Löschversuche der Besatzung scheiterten, so dass sich der Brand schnell ausbreitete. An Bord des Schiffes der Greek Line befanden sich 1036 Menschen. Dazu zählten auch 51 Besatzungsmitglieder aus Bremerhaven und Umgebung, die vor allem im Servicebereich arbeiteten.

Nachdem die „LAKONIA“ S.O.S. gefunkt hatte, trafen rund drei Stunden später  die ersten Schiffe zur Rettung der 651 Passagiere und 385 Besatzungsmitglieder der „LAKONIA“ ein. Obwohl genügend Rettungsboote vorhanden waren, fanden 131 Menschen bei dem Schiffsunglück den Tod, darunter auch neun der in Bremerhaven angeheuerten Seeleute. Hauptursachen waren vor allem schlecht funktionierende Sicherheitseinrichtungen und eine unkoordinierte Evakuierung.

Die Ausstellung zur „LAKONIA“-Katastrophe beruht weitgehend auf Material von Überlebenden des Schiffsunglücks. Die während der Rettung getragene Kleidung, Dokumente, Fotos, Erinnerungsgegenstände, Presseartikel und Berichte zeugen von dem Bemühen der Überlebenden, das Erlebte zu verarbeiten und das erlittene Trauma zu bewältigen. Überlebende berichteten, dass die „LAKONIA“-Katastrophe ihr Leben nachhaltig geprägt hat.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreiches Begleitbuch.

AngeZogen - Geheime Botschaften

Eine Enzyklopädie norddeutscher Kleidung
Sonderausstellung 29.06.2013 - 27.10.2013

Die große Sommerausstellung des Jahres 2013 versucht, die geheimen Botschaften zu entschlüsseln, die wir mit unserer Kleidung aussenden. Schnitt, Material, Farben, Muster und Accessoires haben in ihrer Außenwahrnehmung oft nicht nur eine modische, sondern vor allem auch eine soziale Bedeutung.

Aus der umfangreichen Textilsammlung des Museums wurden rund 400 Kleidungsstücke und Accessoires ausgewählt, die in einem Zeitraum von über 200 Jahren in Norddeutschland getragen wurden. Die Auswahl umfasst alltägliche und festliche sowie berufs- und statusbezogene Kleidung. Auch ausgefallene Designerkleidung oder raffinierte Accessoires geben Auskunft über die geheimen Botschaften der Angezogenen.

Die Sonderausstellung präsentiert die Kleidung in Form einer begehbaren Enzyklopädie. Ein über 100 Meter langer Parcours führt durch das Alphabet der Kleidung: von A wie Abendkleid bis Z wie Zimmermannskluft. Hinter den geheimen Botschaften, die die Kleidungsstücke aussenden, verbergen sich unterhaltsame und spannende Geschichten.

Ein umfangreiches Begleitprogramm für unterschiedliche Gruppen ergänzt die Sonderausstellung.

Zur Ausstellung erscheint ein mit 180 Seiten reich bebilderter Katalog.

"Nicht nur sauber, sondern rein"

Die Technisierung des Wäschewaschens 1850-1970
Kabinett-Ausstellung 16.11.2012-15.09.2013

Bevor es Vollwaschautomaten, Wäschetrockner und elektrische Bügeleisen gab, war das Wäschewaschen eine aufwändige Prozedur, die im Arbeitsalltag einer Hausfrau eine wesentliche Rolle spielte. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert brachte eine große Anzahl von Gerätschaften hervor, die dieser Mühsal ein Ende bereiten sollte.

Der Erfolg war überschaubar, denn das Kochen, Scheuern, Reiben und Spülen der Wäsche wurde den Frauen nur zum Teil erleichtert.  Eine elektrische Waschmaschine setzte sich in den meisten Haushalten erst in den 1960er Jahren durch. Sie erledigte per Knopfdruck, was früher Tage in Anspruch genommen hatte.

Die Kabinettausstellung zeichnet anhand von etwa 80 Objekten, Fotos und Dokumenten die Geschichte der so genannten "Großen Wäsche" nach. Eine elektrische Bottichwaschmaschine aus den 1930er Jahren und eine Wäschemangel von 1900 aus der Bremerhavener Eisenwarenhandlung Ziegfeld sind ebenso Teil der Ausstellung wie Wäschestampfer und Waschbrett, Handwringer und diverse gusseiserne Bügeleisen.

Die Ausstellung thematisiert auch die Entwicklung der Werbestrategien für Waschprodukte und bietet so einen Blick auf die Marketinggeschichte, die aber auch von Skepsis und Rückschlägen geprägt war.

Hans Müller-Brauel (1867-1940)

Fotograf, Heimatforscher und Sammler
Sonderausstellung 15.02.2013 - 02.06.2013

Der Heimatforscher Hans Müller-Brauel verkaufte 1926 seine umfangreiche Sammlung  vor- und frühgeschichtlicher Bodenfunde sowie volkskundlicher Objekte an die Stadt Wesermünde für das damalige Morgenstern-Museum. Teile dieser Sammlung sind heute in der Dauerausstellung des Historischen Museums Bremerhaven zu sehen.

Die Sonderausstellung zeigt eine Auswahl aus der Sammlung von über 800 Fotografien und Originaldokumenten aus dem Nachlass Hans Müller-Brauels. Die Exponate wurden wissenschaftlich neu ausgewertet und werden nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Hans Müller-Brauel aus Zeven übte nach seiner Tischlerlehre zahlreiche Berufe und Tätigkeiten autodidaktisch aus. Er war unter anderem Vorgeschichtler, Volkskundler, Fotograf, Schriftsteller, Kunsthandwerker, Imker, Landwirt, Sammler und schließlich Museumsleiter. In der Ausstellung erzählen Porträtaufnahmen von seinen Begegnungen mit berühmten Künstlern und Wissenschaftlern. Dazu gehörten beispielsweise die Dichter Rainer Maria Rilke und Wilhelm Busch sowie der Worpsweder Maler Heinrich Vogeler.

Teil der Ausstellung sind auch Müller-Brauels Fotografien von norddeutschen Bauernhäusern, Trachten und Landschaften, die er in der Umbruchzeit des späten 19. Jahrhunderts zu dokumentieren versuchte. Das Historische Museum Bremerhaven möchte mit dieser Sonderausstellung einen der breiten Öffentlichkeit unbekannten „Ziehsohn“ des Heimatforschers und Dichters Hermann Allmers (1821-1902) vorstellen.

Der Theaterbesuch

Bühne bürgerlicher Selbstdarstellung zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Kabinettausstellung 18.10.2011 - 28.10.2012

Bevor es Film und Fernsehen gab, spielte das Theater eine zentrale Rolle im Kulturleben der Städte. Besucht wurde es vorwiegend vom Bürgertum, das den Theaterbesuch neben der Unterhaltung als Bühne für die gesellschaftliche Repräsentation und Kommunikation nutzte. In der Zeit um 1900 war ein eigenes Theater wichtiger Bestandteil der kulturellen Identität und des öffentlichen Selbstverständnisses deutscher Groß- und Kleinstädte. In Bremerhaven entstand das neue Gebäude des Stadttheaters 1911 als Nachfolger des „Volksgartentheaters“ in prominenter Lage unmittelbar am Marktplatz.

Anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Stadttheaters Bremerhaven zeigt die Kabinettausstellung anhand von Kleidungsstücken, Accessoires, Dokumenten und Fotos, was zu einem Besuch des Theaters in den letzten hundert Jahren dazugehörte. Der zeitliche Schwerpunkt liegt dabei auf den 1920er und 1930er Jahren. Ein Herrenanzug und ein elegantes Kleid sind ebenso Teil der Ausstellung wie Onduliereisen, Rasiermesser, Operngläser und Programmhefte. Auch wertvoller Schmuck aus ungewöhnlichen Materialien, Sehhilfen sowie Schuhwerk aus verschiedenen Jahrzehnten bringen den Museumsbesucherinnen und -besuchern die Welt des Theaters und seiner bürgerlichen Besucher/innen näher. 

A retrospective view of Paul Kunze

A North German Expressionist (1892-1977)
Special exhibition 03.06.2012 - 04.11.2012

In 2009 the Historisches Museum Bremerhaven acquired the artistic and biographical legacy of the painter Paul Kunze (03.05.1892 Bremerhaven - 06.10.1977 Bremerhaven). Now, for the first time, the museum is able to show a retrospective view of Bremerhaven's most important Expressionist painter. The exhibition includes a selection from our own collection which comprises over 500 of Kunze's artistic works as well as loans from other collections. Personal documents and photographs from the artist's legacy help to reconstruct the artist's lively biography.

Paul Kunze was born in 1892 in Bremerhaven. After leaving school he studied at the Royal College of Applied Arts in Munich and the Royal College of Art in Berlin. In 1914 he passed his exam as a drawing teacher and was then called up to serve in the war. After the First World War Kunze was a member of various rural communes before starting to work as an art teacher and from 1928 he taught at the grammar school in Wesermünde (now: Bremerhaven). Apart from teaching, Kunze also actively worked as an artist and from 1947 onwards was involved in Bremerhaven's Art Society.

Paul Kunze's work is influenced by Expressionism. During his studies in Munich he met Franz Marc who, together with  August Macke and Wassily Kandinsky, had formed the artistic movement "Der Blaue Reiter". Kunze's artistic range was very varied, however, and he also painted naturalist and abstract works. Portraits, groups of figures, landscapes and dance scenes are among his recurring motifs. Kunze documented the destruction of Bremerhaven after the end of the war in 1945 as well as the landscape around the river Geeste. During his many journeys, including trips to Norway and Tunisia, he drew sketches which he used as a basis for oils, water colours and woodcuts in his studio.

Bremerhavener Kapitäne in der Hochseefischerei

Selbstbewusste Charaktere prägten den Berufsstand
Ausstellung mit Neuzugängen ab 22.12.2011

Der Besuch der Seefahrtsschule zur Erlangung eines Kapitänspatents in der Großen Hochseefischerei setzte eine mehrjährige Tätigkeit als Matrose und 2. Steuermann voraus. Die Kapitäne waren daher mit allen Arbeiten auf einem Trawler vertraut. Auf ihnen lastete eine große Verantwortung für den Erfolg einer Fangreise, da die gesamte Besatzung prozentual am Fangerlös beteiligt war. Im Umgang mit diesem Erfolgsdruck pflegten viele Kapitäne spezielle Rituale. Erfolgreiche Kapitäne entwickelten sich zu selbstbewussten Charakteren.In den Jahren 2010 und 2011 erhielt das Historische Museum Bremerhaven umfangreiche Stiftungen von Fotos, Dokumenten und Erinnerungsstücken von Bremerhavener Hochseefischerei-Kapitänen. Diese Exponate aus der Zeit zwischen 1901 und 1980 geben aufschlussreiche Einblicke in ihre Lebens- und Arbeitswelt von den Anfängen der Bremerhavener Hochseefischerei bis zu ihrem Niedergang.

Theatermaler und freier Künstler

12.11.2011 - 30.04.2012

Der 1919 in Österreich geborene Hans Lukas unternahm bereits als Schüler seine ersten künstlerischen Versuche im Porträtzeichnen. Nach dem Besuch des Gymnasiums erhielt er ein Stipendium für die Kunstakademie in Wien, die er mit einem Bühnenbildner-Diplom abschloss. Ende des Zweiten Weltkriegs floh er nach Deutschland und ließ sich nach mehreren Stationen in Cuxhaven nieder. Zunächst war er als Maler für das britische Militär tätig. Daneben arbeitete er als Bühnenbildner für das Cuxhavener Theater.

1951 trat Hans Lukas eine Anstellung als Theatermaler des Stadttheaters Bremerhaven an. Mit geringen finanziellen Mitteln gelangen ihm effektvolle Bühnenbilder. Seine Werke zeichneten sich durch eine reduzierte Farbgebung aus, vor der die Darsteller/innen besonders zur Geltung kamen. Bis zu seiner Pensionierung 1982 schuf er die Kulissen für weit über 400 Inszenierungen. In seiner Freizeit betätigte sich Hans Lukas zusätzlich als freier Künstler und malte vor allem Porträts und Landschaften.

Im Obergeschoss des Historischen Museums Bremerhaven wird zurzeit die Kabinettausstellung "Der Theaterbesuch" präsentiert. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Stadttheaters Bremerhaven widmet sie sich den Theaterbesucherinnen und -besuchern mit einem Schwerpunkt auf den 1920er und 1930er Jahren. In dieser Ausstellung ist auch eine Karikatur von Hans Lukas mit dem Titel "Der Schlussapplaus" zu sehen. Die Tuschzeichnung karikiert typische Verhaltensweisen im Zuschauerraum nach Ende der Vorstellungen.

Tanzsport!

Vom Tanzkurs zur Weltmeisterschaft
25.06.2011 - 30.10.2011

Bremerhaven bietet die besten Voraussetzungen, um erstmals in Deutschland den Tanzsport zum Thema einer Sonderausstellung zu machen. Von 1977 bis 2007 sammelten die Latein-A-Formationen der Tanzsportgemeinschaft (TSG) Bremerhaven und das Einzeltanzpaar Horst und Andrea Beer zahlreiche Weltmeistertitel und machten Bremerhaven zu einer weltweit bekannten Tanzhochburg.

Die Ausstellung bietet in ihrem historischen Teil einen Überblick über die Geschichte des Tanzens von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Dabei geht es auch um den Zusammenhang zwischen Jugendkultur, Tanzschulen und der Stil prägenden Musik. Herausragende Tanzsportvereine und Meilensteine des deutschen Tanzsports werden exemplarisch vorgestellt.

In einem Trainingsraum werfen die Besucher/innen einen Blick hinter die Kulissen des Tanzsports. Die Entstehung einer Choreographie, die Aufgaben des Trainers, das Trainingsprogramm und seine physischen Belastungen sowie die Herstellung der Turnierkleidung sind herausragende Themenschwerpunkte. Besuchergruppen können selbst versuchen, Tanzfiguren einer Choreografie einzustudieren, um dabei die mentale Konzentration sowie die strenge Trainingsdisziplin nachzuempfinden.Der Turnierwettkampf mit seiner faszinierenden Dramatik und großen Emotionalität stellt den Höhepunkt der Sonderausstellung dar. Beeindruckende Fotoinstallationen, zahlreiche Objekte und Trophäen sowie die Originaltanzkleidung diverser Weltmeister lassen die Turnierwelt lebendig werden. Filme von legendären Turniertänzen vermitteln die hohe Kunst und elegante Attraktivität dieses Leistungssports.

Von nahen und fernen Küsten

Bilder von Willy Menz aus der Sammlung Alfred Moeke
12.03.2011 - 29.05.2011

Im Jahr 2010 stiftete der Delmenhorster Kunstsammler Alfred Moeke dem Historischen Museum Bremerhaven seine Sammlung mit Werken des Bremer Malers Willy Menz (1890-1969). Die 128 künstlerischen Arbeiten (Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen) dokumentieren die ausgedehnten Reisen des Malers in der Zeit von 1930 bis 1965, darunter viele Schiffsreisen, die oft von Bremerhaven aus ihren Anfang nahmen.

Bereits als Kind zeigten sich bei Willy Menz zwei Leidenschaften: das Zeichnen und die Seefahrt. Schiffe, Küsten und Häfen zogen den Maler an und inspirierten ihn immer wieder zu neuen Bildern. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von 32 Arbeiten mit Motiven aus den USA, dem Orient, Spanien, Frankreich, Skandinavien, den Niederlanden, Polen und Deutschland.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit war Willy Menz Professor und ab 1947 Direktor der Staatlichen Kunstschule in Bremen, der heutigen Hochschule für Künste. Zu seinen Schülern zählen auch zahlreiche Bremerhavener Künstler.

Die Militarisierung der Kinderzimmer

Kriegsspielzeug macht Jungen mit dem Militärdienst vertraut
01.12.2009 - 06.07.2010

Vom Kontorbuch zum Mikrochip

Mit der Schreibmaschine zogen Frauen ins Büro ein
10.02.2009 - 30.11.2009  

Geestemünde

Port in Prussian times
04.07.2009 - 25.10.2009

Today, one knows Geestemünde on the North Sea coast as a part of the town of Bremerhaven. Only a few traces remind you of the fact that Geestemünde was once an independent port. The Kingdom of Hanover originally established the harbour in 1845 to compete with neighbouring Bremerhaven.

From 1866 in Prussian times Geestemünde experienced urban and economic growth and developed an independent profile as a port. Geestemünde was the biggest paraffin harbour in Germany in the 1880s. The fishing port, opened in 1896, became the biggest on the European continent. With the expanding shipyards of Tecklenborg, Rickmers and Seebeck there were important international shipbuilding companies in Geestemünde.

From the 1880s Geestemünde developed into a municipality with its own character. Power stations, a hospital, a town museum, and a cinema were opened. The economic crisis as a result of the First World War ended Geestemünde’s economic prosperity. In 1924 the town merged with neighbouring Lehe to form the city of Wesermünde.

For the first time, a special exhibition offers a comprehensive overview of Geestemünde as a port in Prussian times. As a supplement to the permanent exhibitions in the Historisches Museum Bremerhaven this special exhibition presents the almost forgotten port in a photographic tour. In theme rooms, impressive historical photographs bring to life the heyday of the Prussian port.

Guided tours and a museum educational program accompany the special exhibition. The "Geestemünde historical workshop" is aimed at school classes in particular. Pupils are introduced to the history of Geestemünde in a variety of ways and can actively search for traces of the past.

Ingeborg Steinhage "Zeichenhaftes"

14.03.2009 - 01.06.2009

Maritime Perspektiven

Fotografien von Wolfhard Scheer
01.11.2008 - 25.02.2009

Die Landschaftsmalerin Sophie Wencke

Von der Bremerhavener Wencke-Werft nach Worpswede
28.06.2008 - 12.10.2008

Der Norddeutsche Lloyd

Lloydstadt Bremerhaven
Bremische Landesausstellung
30.06.2007 - 28.10.2007

Eistage

Expeditionsmalerei in der Antarktis von Gerhard Rießbeck
16.09.2006 - 29.10.2006

Generationen: Kunst an der Kante 3

01.07.2006 - 10.09.2006

Lebensbilder

Porträts aus der Sammlung des Historischen Museums Bremerhaven
29.10.2005 - 01.05.2006

Polar/Blicke

Mit der "Polarstern" ins ewige Eis
20.02. - 03.04.2005

Hochseefischerei

Vergangene Arbeitswelten
26.06. - 26.09.2004

Ewald Blankenburg

Ansichten von Bremerhaven und Umgebung
21.02. - 18.04.2004

Im Dock

Schiffbau auf der Lloyd Werft Bremerhaven
21.06. - 19.10.2003

Bremerhaven

Eine Stadt und ihre Schiffe
23.11.2002 - 30.03.2003

Brücke nach Übersee

Bremerhaven als Auswandererhafen
29.06. - 20.10.2002

180 Jahre Schiffbau

Portraits der Werften an Geeste- und Wesermündung
27.10.2001 - 07.04.2002