Die Museumsgeschichte

Der Museumsname


Das Museum öffnete erstmals 1906 seine Pforten unter dem Namen "Städtisches Morgenstern-Museum". Mit diesem Namen wurde darauf verwiesen, dass damals der Kernbestand der Ausstellung die Sammlung eines Heimatvereins war, der sich "Männer vom Morgenstern. Heimatbund an Elb- und Wesermündung" nannte.

1902 hatte der Heimatverein seine Sammlung an die Stadt Geestemünde (heute: Stadtteil von Bremerhaven) veräußert, die ein "Museum für Heimatkunde" eröffnen wollte. Da die Sammlung jedoch weiterhin von Mitgliedern des Heimatvereins verwaltet wurde, bürgerte sich bald der Name "Städtisches Morgenstern-Museum" ein.

Im Zuge der Planungen für einen Museumsneubau beschloss der Magistrat der Stadt Bremerhaven im Dezember 1984 eine Änderung und zugleich konzeptionelle Konkretisierung des Museumsnamens. Das Museum sollte zukünftig "Historisches Museum für Bremerhaven und Umgebung" heißen. Im Verlauf der Einrichtungsphase wurde der Name "Historisches Museum Bremerhaven/Morgenstern-Museum" geprägt.

Die Entwicklung


Der Heimatverein "Männer vom Morgenstern. Heimatbund an Elb- und Wesermündung" hatte bereits 1897 in Lehe (heute: Stadtteil von Bremerhaven) eine Ausstellung mit heimatgeschichtlichen Gegenständen zusammengetragen. Der Name "Morgenstern" ging auf eine Burg zurück, die der Erzbischof von Bremen bei Weddewarden, dem damaligen Tagungsort des Heimatvereins, im Mittelalter hatte erbauen lassen.

Nach dem Übergang in städtischen Besitz im Jahr 1902 wuchs die Sammlung weiter an und schloss neben der Vor- und Frühgeschichte sowie der Volkskunde auch naturwissenschaftliche Sammlungsbereiche mit ein. Große Teile der Sammlung gingen allerdings im Zweiten Weltkrieg und in der frühen Nachkriegszeit verloren.

In der Nachkriegszeit erfolgte der Wiederaufbau des Museums. Mit großem Erfolg wurde eine umfangreiche Sammlung zur Schifffahrtsgeschichte zusammengetragen. Dieser bedeutende Bestand sowie weitere Teile der Museumssammlung wurden jedoch an das Deutsche Schiffahrtsmuseum abgegeben, das 1975 als Nationalmuseum in Bremerhaven eröffnet wurde.

Die Neukonzeption

1984 beschloss der Magistrat der Stadt Bremerhaven als Träger des Museums einen Neuanfang mit einem veränderten Konzept. Gleichzeitig sollte das Museum ein neues Gebäude erhalten.

Als "Historisches Museum" erhielt die Einrichtung nun den Auftrag, umfassend die Geschichte und die Entwicklung von Bremerhaven und Umgebung zu dokumentieren, zu erforschen und auszustellen. Ab 1989 erfolgte unter neuer Leitung die Umsetzung dieses Konzepts.

1990 wurde das Fischereimotorschiff "GERA", der letzte deutsche Seitentrawler, vor der Verschrottung gerettet und als Museumsschiff der Nachwelt erhalten. 1991 konnte schließlich der Museumsneubau am Ufer der Geeste bezogen werden.

Im Zuge des Ausbaus der Dauerausstellung erfolgte eine umfassende Erweiterung der Museumssammlung, die den Grundstock der jährlich stattfindenden Sonderausstellungen bildet. Ein herausragendes Beispiel für die umfangreiche Forschungstätigkeit des Museums ist die Deutsche Auswanderer-Datenbank, die im Jahr 2000 als internationales Forschungsprojekt ihre Arbeit aufnahm.