Geburtstagsgeschenk zum 25. Museumsjubiläum

Förderkreis stiftet dem Historischen Museum Bremerhaven wertvolles Fedeler-Gemälde

 

Das Veranstaltungsjahr zum 25. Jubiläum des Historischen Museums Bremerhaven an der Geeste neigt sich dem Ende zu. Doch das Beste kommt zum Schluss: Der Förderkreis des Museums überreichte der Museumsleitung ein seltenes Gemälde von Carl Justus Fedeler (1837 Bremen-1897 Bremerhaven), das Bremerhaven von der Weser aus im Jahr 1894 zeigt. Das Gemälde soll zukünftig einen Platz in der Dauerausstellung finden.

„Das Gemälde von Fedeler zählt zu den wenigen Arbeiten seiner letzten Schaffensperiode, die noch erhalten sind“, stellt Museumsdirektorin  Dr. Anja Benscheidt fest. Außerdem sind in Öl gemalte Ansichten, die Bremerhaven am Ende des 19. Jahrhunderts zeigen, eine Rarität. Carl Justus Fedeler wurde von seinem Vater, dem Maler Carl Justus Harmen Fedeler, in der Malerei ausgebildet. Daneben fuhr der junge Fedeler zur See. Schnell wurde er zu einem gefragten Künstler von maritimen Darstellungen und arbeitete u. a. für verschiedene Reedereien. 1860 zog er von Bremen nach Bremerhaven, da er in der aufstrebenden Hafenstadt die meisten Aufträge erhielt. 1886 zählte er zu den Gründungsmitgliedern des Bremerhavener Kunstvereins.

Auf dem Stimmungsbild aus dem Jahr 1894 von der Weser vor Bremerhaven befindet sich rechts der 1857 gebaute, acht Meter hohe Leuchtturm an der Einfahrt zum Alten Hafen und in die Geeste. Das südliche Geesteufer (heute Standort des Historischen Museums Bremerhaven) war bis 1896 der wichtigste Fischumschlagplatz an der Unterweser, worauf die auslaufenden Fischkutter aus Finkenwerder auf dem Gemälde verweisen. Der rege Schiffsverkehr auf der Weser dokumentiert, dass sich Bremerhaven im Verlauf des 19. Jahrhunderts als bedeutende Hafenstadt etabliert hatte.

Das Fedeler-Gemälde wurde günstig auf einer Auktion erworben, da es stark beschädigt war. Im Museum wurde es aufwendig restauriert und erstrahlt nun in leuchtendem Glanz. „Dies ist ein Schmuckstück für unsere Dauerausstellung“, ist sich Dr. Alfred Kube sicher, „leider fehlt uns das Geld, einen entsprechenden Umbau zu finanzieren“. Damit Museumsbesucher/- innen das Gemälde dennoch besichtigen können, hängt es vorerst im Veranstaltungssaal des Museums zusammen mit weiteren Gemälden mit Motiven aus Bremerhaven.

Für die Medien:
Vorstandsmitglieder des Förderkreises Historisches Museum Bremerhaven e. V. überreichen das Gemälde an die Museumsleitung (von links nach rechts: Vorsitzender Dietrich Hupke, Museumsdirektor Dr. Alfred Kube, Michael Rabe, Andreas Wencke und Heinrich Siedenburg).
Foto: Historisches Museum Bremerhaven

Stand: 22.11.2016

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