Häfen, Schiffe, Fische – Die Entwicklung Geestemündes

ExtraTour am 24. Juni 2018 im Historischen Museum Bremerhaven

Das Historische Museum Bremerhaven bietet am Sonntag, den 24. Juni 2018 um 15.00 Uhr eine thematische Führung zum Thema „Häfen, Schiffe, Fische – Die Entwicklung Geestemündes“ durch die Dauerausstellung mit Martina Otto an.

Der Rundgang beginnt mit der Gründung Geestemündes durch das Königreich Hannover als Nothafen 1821, der sukzessive ausgebaut wurde und 1847 Freihafenrechte erhielt. Der Hafenort, der eine Konkurrenz für das 1827 gegründete Bremerhaven darstellte, erlebte ab Mitte des 19. Jahrhunderts einen Aufschwung. Grund dafür war die Ansiedlung mehrerer Werften, wie etwa der Tecklenborg Schiffbaubetriebe 1853 und der Rickmers Werft 1857 sowie die Anbindung an das Eisenbahnnetz 1862 und die Eröffnung eines modernen Seehafens ein Jahr später. Im Handelshafen wurden vor allem Reis, Holz, Kohle und Petroleum importiert. Mit dem Bau der beiden Fischereihäfen wurde Geestemünde schließlich zeitweise größter Fischereihafen des europäischen Kontinents.

Diese Entwicklung zeichnet Martina Otto anhand zahlreicher Exponate nach. Dazu zählen ein Reliefplan von Geestemünde zum Tasten für den blinden König Georg V. von Hannover, silberne Tafelaufsätze der Familie Rickmers, das Modell des Fünfmastvollschiffs „PREUSSEN“, das auf der Tecklenborg-Werft gebaut wurde und Arbeitsgeräte von den Geestemünder Werften. Die Kältemaschine aus den „Geestemünder Eiswerken“ wird dabei auch im Betrieb vorgeführt.

Die Teilnahme an der ExtraTour kostet 3 Euro pro Person. Treffpunkt ist das Foyer.

Für die Medien:
Das Foto im Anhang zeigt das Schwungrad der Kältemaschine, die von 1929 bis 1986 in Geestemünde Platteneis für die Fischerei produzierte.
Foto: Historisches Museum Bremerhaven

Stand: 14.06.2018

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