Ausstellung mit Neuzugängen 22.11.2016-28.05.2017

Ostfriesen in Bremerhaven –
Der Verein „Frisia“

Rund 110 Jahre existierte in Bremerhaven der Ostfriesenverein „Frisia“. Um 1900 zog es viele ostfriesische Handwerker in die aufstrebenden Hafenorte an der Wesermündung, wo sie sich bessere berufliche Perspektiven erhofften. Um die ostfriesische Kultur zu bewahren, gründete Schmiedemeister Ihno Tiddens 1906 in Lehe den Verein „Frisia“.

Bei den allmonatlichen Sitzungen wurden ostfriesische Lieder gesungen. Außerdem gab es eine Theatergruppe, die bei Veranstaltungen auftrat. Gesellige Abende, bei denen ostfriesisches Platt gesprochen wurde, gehörten fest zum Vereinsleben. Auf zahlreichen Exkursionen besuchte der Verein die ostfriesische Heimat und überregionale Ziele in Deutschland und im Ausland. Dabei unterhielt er gute Kontakte zu den zahlreichen anderen Heimatvereinen an der Unterweser.

2015 wurde der Verein aufgelöst. Während in den 1950er Jahren regelmäßig bis zu 60 Mitglieder den Vereinsveranstaltungen beigewohnt hatten, waren es zuletzt weniger als zehn. Es fand sich kein Nachwuchs für die Arbeit der „Frisia“. Jürgen Tiddens, der Enkel des Gründers, hat die Vereinsüberlieferung sorgfältig aufbewahrt. Nach der Auflösung stiftete er sie dem Historischen Museum Bremerhaven. Neben Dokumenten sind es vor allem die Vereinsfahnen und Andenken an Vereinsjubiläen, die von der spannenden Geschichte der „Frisia“ zeugen. Das Historische Museum Bremerhaven präsentiert diese Exponat-Neuzugänge und erinnert an die Geschichte der Ostfriesen an der Wesermündung.

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