Aufbruch in eine neue Zeit

Die 1960er Jahre gelten als eine Zeit des gesellschaftlichen Aufbruchs. Es herrschte eine optimistische Zukunftsgläubigkeit mit grenzenlosem Vertrauen in die Veränderbarkeit der Gesellschaft. Bremerhaven wurde in den 1960er Jahren zu einem Anziehungspunkt für viele Menschen. Die Einwohnerzahl stieg auf fast 150 000. Die Stadt modernisierte ihre Infrastruktur und schuf in neuen Wohnvierteln wie Grünhöfe und Leherheide-West Platz für Zehntausende Bewohner. Der wirtschaftliche Wohlstand äußerte sich in einer zunehmenden Bedeutung des Konsums.

Im Bereich der maritimen Wirtschaft konnte Bremerhaven an die Erfolge der Vorkriegszeit anknüpfen. Größter Wirtschaftsmotor war die Fischwirtschaft. Trotz verkleinerter Fangflotte erzielte der Fischumschlag Rekordmarken. Zahlreiche neue Verarbeitungs- und Zulieferbetriebe entstanden im Fischereihafen. Auch die Überseehäfen veränderten durch die Ansiedlung neuer Umschlagssparten für Schüttgut und Container ihr Gesicht. Die Passagierschifffahrt erreichte ihren letzten Höhepunkt. Die Werften boten wieder Arbeit für Tausende Beschäftigte.

Grundlage der Sonderausstellung bilden die aussagekräftigen Fotografien des Bremerhavener Profifotografen Johannes Fleck (1924-2003). Fleck dokumentierte mit seinen oft meisterlich arrangierten Fotografien die Entwicklung von Bremerhaven und Umgebung in all ihren Facetten. Dabei hatte er auch ein Auge für das neue Lebensgefühl in den 1960er Jahren. Fleck verfügte über ein gutes Auge für Momentaufnahmen, so dass seine Fotografien ein breites Spektrum zeittypischer Motive abdecken. Dadurch bietet die Sonderausstellung für Besucher/-innen die Möglichkeit zur eigenen biografischen Verortung.

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